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IBM hat im Ende Mai auf der Konferenz „Information on Demand EMEA“ vor 2.700 Teilnehmern die Weiterentwicklung seines Datenbank-Portfolios vorgestellt.

Die Herausforderung ist gewaltig: Täglich werden 15 PByte neue Daten erzeugt und dabei nimmt die Anteil zu, die automatisch generiert werden, etwa durch RFID-Chips. Deren Zahl wird schon bald 30 Milliarden erreichen . Unstrukturierte Daten aus Sensoren laufen ins System ein. Das Internet der Dinge wird also Realität. Entsprechend ist eine neue Generation an Datenbank-Software gefordert und IBM stellt sich diese Herausforderung ein. IBM Infosphere BigInsights nennt sich ein Portfolio aus Software und Services, die auf der Open-Source-Technologie Apache Hadoop beruhen, und die Analyse von großen Datenmengen erleichtern soll.

DB2-Versionswechsel

Bei der Mainframe-Variante der Datenbank DB2 for z/OS geht bereits die Version 10 in den Beta-Test. IBM verspricht dabei je nach Workload bis zu 20 Prozent Einsparungen gegenüber der Vorgängerversion. Bei DB2 for Linux, Unix, Windows (LUW) wird es dagegen bis zur neuen Version 10 noch etwas länger dauern, aktuell ist die Version 9.7 verfügbar.

Purescale

Neu ist aber das Purescale Application System, ein vorkonfiguriertes Hard- und Software-Bundle für transaktionale Workloads. Dabei läuft die Datenbank DB2 in der Purescale-Variante auf Power-Servern mit der Middleware WebSphere Application Server 7, PowerVM und Infiniband-Netzwerk-Verbindung. Derzeit ist Purescale auf dem Betriebssystem AIX verfügbar, eine Linux-Variante soll bald folgen. Und für die hat IBM-Datenbank-Guru Boris Bialek große Hoffnungen: „Das wird ein absoluter Knaller. Eine Kompletthochleistungsdatenbank für etwa 20.000 Euro kann sonst niemand anbieten.“ Purescale soll dabei die Leistung der Oracle Datenbankmaschine noch übertreffen. „Oracle hat Latenzzeiten von Millisekunden, wir dagegen erreichen Mikrosekunden“, erklärt Bialek. Einige Kunden hat IBM bereits überzeugt. Eine italienische Modefirma und eine südafrikanische Bank haben den Schritt von Oracle zu DB 2 vollzogen.

Migrationsoffensive

Aber nicht nur Oracle, auch Sybase geht IBM aggressiv an. Während die Konzernoberen von Big Blue noch die ausgezeichnete Partnerschaft zu SAP, der künftigen Mutter von Sybase, beschwören, sind im Hintergrund die Messer längst gewetzt. IBM startet eine Migrationsoffensive, um Sybase-Kunden zum Umstieg auf DB2 zu bewegen und schickt seine Verkaufsmannschaft los. Erleichtert wird dies durch ein neues Feature von DB2 9.7 namens SQL Skin , das seit 28. Mai verfügbar ist und die Umstellung von Sybase ASE auf DB2 in wenigen Wochen ermöglicht. „Die meisten Sybase-Kunden verwenden Sun-Hardware. Das wird für uns ein Riesengeschäft und wir werden viele Firmen überzeugen, auf IBM Hard- und Software zu wechseln,“ erwartet Rich Hume, General Manager Global Business Partners Systems & Technology Group bei IBM. (Dr. Jakob Jung/am)

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