Die von Forschern des Hasso-Plattner-Instituts
entwickelte Hochsicherheitsschleuse Lock-Keeper
kann jetzt auch den Datenfluss zwischen zwei Netzwerken regeln, von denen eins nach dem alten Internetprotokoll IPv4 und das andere nach dem neuen Standard IPv6 funktioniert. Das Hardware-basierte Rechnersystem Lock-Keeper
schützt Netzwerke von Unternehmen oder Behörden durch physikalische Trennung vom Internet vor Angriffen. Gleichzeitig ermöglicht die Datenschleuse den sicheren Nachrichtenaustausch zwischen den Netzen.
Dank einer Erweiterung ist der Lock-Keeper
nun zum Beispiel in der Lage, ein nach dem neuen Standard IPv6 funktionierendes Intranet einer Behörde oder eines Unternehmens mit dem Internet zu verbinden, in dem noch das Protokoll IPv4 angewendet wird. "Das System fungiert somit als Übersetzer zwischen den Protokollen", erläuterte Meinel, der Leiter des HPI-Fachgebiets Internet-Technologien und -Systeme ist. "Der Lock-Keeper beruht auf dem einfachen Prinzip, dass man ein Netzwerk am besten schützt, wenn man es von anderen getrennt hält", berichtete Meinel. Durch die patentierte Technologie kann erreicht werden, dass Netzwerke höchstmöglich vor Online-Angriffen geschützt und sensible Daten gegen Internet-Spionage gesichert werden. "Daten, die vom einen Netz ins andere wollen, werden zunächst in den Lock-Keeper übertragen und können dort auf bösartigen Code und Schadsoftware geprüft werden, bevor sie dann sicher in das geschützte Netz übermittelt werden", erläuterte der Wissenschaftler das Funktionsprinzip.
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