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Aktueller Trend bei Application Servern ist die Verlagerung in die Cloud. Die Software muss dafür Multitenancy beherrschen und horizontal skalierbar sein.

Application Server sind wichtiger Bestandteil der Middleware. Wie die Analysten von Gartner in ihrem Bericht „Magic Quadrant for Enterprise Application Servers“ vom 24. September 2009 herausstellen, hat sich die Anbieterlandschaft im vergangenen Jahr entscheidend verändert: In erster Linie durch den Kauf von BEA durch Oracle, aber auch durch das Verschwinden kleinerer Hersteller. Zum Ausgleich sind nun neue Spezialanbieter hinzugetreten, die vor allem Lösungen für Cloud Computing offerieren. In technischer Hinsicht sollten Application Server, um cloud-fähig zu sein, vor allem Multitenancy beherrschen. Multitenancy heißt, sie müssen die Ressourcen zwischen den Tenants („Pächtern“) teilen können. Gartner hat dafür sieben verschiedene Methoden identifiziert, von der Shared-Hardware-Multitenancy, bei der sich die Tenants eine gemeinsame Hardware mittels Virtualisierung teilen, bis hin zur Shared Database Multitenancy, wo es zum Zugriff auf eine einzige Datenbank kommt. Einige Application Server bieten bereits heute Multitenancy und werden dadurch mittels Hosting zu echter Software as a Service. Das ist auch eine Gelegenheit zum Markteintritt für Hersteller wie Tibco oder Google, deren jeweilige Produkte sich aber noch im Betastadium befinden.

Aktuell dominieren aber noch die traditionellen Hersteller den Markt für Application Server, der laut Gartner in den nächsten Jahren um 5,6 Prozent wachsen wird.

Als Marktführer identifiziert und in den Leader Quadranten platziert hat Gartner die Anbieter IBM, Oracle, Microsoft und Red Hat (Jboss).

Dagegen sind SAP und Fujitsu nur als Herausforderer (Challenger) eingeordnet.

Im Einzelnen bietet IBM mit der Websphere Application Server Produktfamilie ein breites und leistungsfähiges Angebot, die Cloud-Angebote sind aber noch in einem frühen Stadium.

Microsoft setzt ausschließlich auf das .Net-Framework und hat eine strategische Vision der Cloud entwickelt. Die Microsoft-Produkte sind leicht benutzbar und gut für kleinere Projekte geeignet. Allerdings führt das auch dazu, dass die High-End-Initiativen wie XTP, EDA und SOA etwas vernachlässigt werden.

Oracle ist in einer Übergangsphase. Der Kauf von BEA ist abgeschlossen, der von Sun mit dem Application Server Glassfish steht kurz bevor, sobald die Kartellbehörden endgültig zustimmen. Die bereits sehr starke Kundenbasis von Oracle wird dann noch weiter wachsen. Auch wenn Oracle die Integration von BEA allem Anschein nach gut bewältigt hat, ist die Integration von Sun doch noch eine Herausforderung.

Red Hat bietet mit Jboss ganz klar die herausragende Open Source Application Server Lösung mit einem sehr guten Ruf in technischer Hinsicht. Die Herausforderung für Red Hat ist es, Jboss aus einem Application Server in eine Application Infrastruktur umzuwandeln.

SAP Netweaver ist ein Grundbaustein der SAP Business Suite. SAP war einer der ersten Hersteller, die Java EE 5 unterstützten. Allerdings ist die Business Suite selbst teilweise noch auf Java EE 1.4 angewiesen, so dass nur wenige Kunden das erweiterte Leistungsspektrum von Java EE 5 nutzen können. (Jakob Jung/ef)

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