Stonesoft
gibt Tipps für den sicheren Umgang mit Social Media in Unternehmen. Laut des Analystenhauses Gartner werden bis 2014 etwa 20 Prozent der Business-Anwender Social-Networking-Services als wichtigste Kommunikationsinstrumente nutzen.
Gleichzeitig wachsen die Sicherheitsbedenken von IT- und Unternehmensverantwortlichen. Nach aktuellen Untersuchungen hat bereits jedes vierte Unternehmen die Nutzung sozialer Netzwerke am Arbeitsplatz verboten, andere Quellen gehen bereits von fast 50 Prozent aus. Die Sicherheitsbedenken bremsen aber gleichzeitig das große Potenzial, das Social Media für Marketing, Vertrieb und die Unternehmenskommunikation bietet. Di nachfolgenden Tipps sorgen für eine sichere Nutzung von Social Media
:
Bewusstsein der Mitarbeiter schärfen
Unternehmen müssen eigene Mitarbeiter über die Risiken des Social Web aufzuklären und ihr Bewusstsein dafür zu schärfen, dass selbst vermeintlich harmlose Informationen Rückschlüsse auf Lebensumstände oder die Firma zulassen können. Kontinuierliche Informationen über neue Bedrohungen sowie ein Katalog mit Verhaltensregeln unterstützen die Mitarbeiteraufklärung zusätzlich. Hilfreich ist auch die Ernennung eines Social-Media-Verantwortlichen im Unternehmen, der als Ansprechpartner für die Mitarbeiter zur Verfügung steht.
Feste Prozesse aufsetzen
Administratoren müssen sich über die neuesten Risiken im Web auf dem Laufenden halten. Dafür empfiehlt es sich, feste Prozesse aufzusetzen, die konsequent in die täglichen Arbeitsabläufe eingebunden sind. So sollten IT-Verantwortliche beispielsweise regelmäßig die neuesten Sicherheits-Updates herunterladen.
Starkes Regelwerk pflegen
Mit unternehmenseigenen Richtlinien können Netzwerk-Verantwortliche festlegen, wer wann Zugang zu welchen Netzwerkbereichen und Anwendungen erhält. Dadurch lässt sich der Zugriff auf kritische Daten steuern, überwachen und jederzeit nachvollziehen. Das reduziert die Gefahr, dass Informationen über unberechtigte Kanäle nach außen gelangen. Zudem sollten Unternehmen im eigenen Regelwerk auch gesetzliche Vorschriften (Compliance) berücksichtigen. Wichtig dabei ist, dass Policy-Werk aktuell zu halten und an veränderte Bedingungen anzupassen.
Infizierte Webseiten sperren
Mit URL-Filtern können Unternehmen den Zugriff auf bekannte Malware- und Phishing-Webseiten von vornherein blockieren, ebenso wie auf jede andere verdächte Seite im Internet. Über die Pflege so genannter schwarzer und weißer Listen lässt sich die Filterung aktuell halten.
Firewalls der nächsten Generation einsetzen
Moderne Firewalls erlauben eine umfassende Analyse des gesamten Datenverkehrs (Deep Traffic Inspection
). Egal ob Webbrowsing, Peer-to-Peer-Anwendungen oder auch verschlüsselter Datenverkehr in einem SSL-Tunnel. Bei dieser so genannten SSL Inspection
entschlüsselt die Firewall den SSL-Datenstrom für eine Inspektion und verschlüsselt ihn wieder, bevor die Daten ins Netzwerk weitergeleitet werden. Dadurch sind Workstations, interne Netze, Hosts und Server wirksam gegen Angriffe innerhalb von SSL-Tunneln geschützt.
Zugriff auf Unternehmensanwendungen definieren
Häufig grewifen mobile Nutzer, Partner oder Lieferanten auf ein Unternehmensnetzwerk von außen zu. Bei dieser Gruppe lässt sich die Nutzung von Social Media nur eingeschränkt oder gar nicht überwachen. Wichtig ist es daher, die Rechte für die Definition aller Netzwerkzugriffe zentral zu vergeben, beispielsweise mit einem SSL-VPN-Portal. Gleichzeitig erleichtert eine starke Authentifizierung auf Anwenderebene mittels Single Sign-on
die Arbeit des Administrators. Der Anwender kann dadurch mit einem einzigen Login nur auf die Netzwerkbereiche und Dienste zugreifen, für die er eine Berechtigung hat.
Vor Sicherheitslücken schützen
Ein Intrusion Prevention System
(IPS) wie das StoneGate IPS
von Stonesoft
kann als Schutzbarriere dienen. Ein IPS verhindert Angriffe durch Würmer, Viren oder andere Schadsoftware auf Sicherheitslücken automatisch. Wird ein Angriff registriert, stoppt das IPS diesen sofort und verhindert so eine Ausbreitung im Netzwerk. Das System ermöglicht zudem das virtuelle Patchen von Servern und Diensten, indem es gefährdete Server absichert, die erst während des nächsten Wartungsfensters gepatcht werden sollen.
Absicherung des Intranets
Das Intranet enthält in jedem Unternehmen hochsensible Informationen. Diese sollten über die Segmentierung des Intranets durch Firewalls vom restlichen internen Netzwerk isoliert werden.
Mobile Endgeräte in die Sicherheitsstrategie einbinden
Administratoren sollten auch die mobilen Geräte in ihre Sicherheitsrichtlinien einbinden. Beispielsweise mittels der so genannten Assessment-Funktion, die das sich anmeldende Gerät auf die nötigen Sicherheitseinstellungen und auf vorhandene sicherheitsrelevante Softwarepakete überprüft. Diese kontrolliert zum Beispiel, ob die richtige und aktuelle Firewall installiert, das Betriebssystem sowie die Antivirensoftware auf dem neuesten Stand und alle Patches aktuell sind. Ist ein Kriterium nicht erfüllt, wird dem Endgerät automatisch der Zugriff verweigert oder dieser teilweise eingeschränkt. Bei Bedarf lassen sich solche Geräte direkt auf eine Webseite mit den nötigen Updates weiterleiten.
Zentrales Management nutzen
Über eine zentrale Managementkonsole können Administratoren das gesamte Netzwerk und alle Endgeräte verwalten, überwachen und konfigurieren. Verschiedene Reportings zeigen zudem beispielsweise an, wer wann auf welche Daten zugegriffen hat. Dadurch lassen sich zukünftige Angriffe besser abwehren und gefährdete Anwendungen schneller schützen. Gleichzeitig ermöglicht eine zentrale Managementkonsole, einheitliche Sicherheitsrichtlinien für das gesamte Unternehmensnetzwerk auszurollen und zu pflegen. (Dominik Maslo/am)
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