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Satellitenbilder, Luftaufnahmen und 3D-Ansichten sind zurzeit der Renner im Web. Die Welt von oben aber nur anzuschauen, hieße, die Potentiale nicht voll zu nutzen.

Den drei Angeboten Virtual Earth, Google-Maps und Google-Earth gemeinsam ist nämlich, dass sie über eine leistungsfähige Programmier-Schnittstelle verfügen, die ein Einbinden der angebotenen Daten in Form von Landkarten, Satellitenbildern und Luftaufnahmen in eigene Anwendungen ermöglichen. Dies kann eine einfache Integration eines Stadtplans in die Kontaktseite eines Webauftritts sein, um dem Besucher zum Beispiel eine Anfahrtsskizze zu bieten. Ein virtueller Reiseführer, der die interessantesten Sandstrände entlang der spanischen Mittelmeerküste in allen möglichen Perspektiven präsentiert, wäre schon eine anspruchsvollere Variante der Nutzung der angebotenen Geodaten.

Nutzung erlaubt

Das Schöne an dem reichhaltigen Fundus an Karten und Ansichten aus dem Weltall ist, dass sich die Anbieter in Sachen Nutzungsrechten sehr freigiebig zeigen. Zumindest zur Zeit verlangen die beiden Anbieter noch keine Lizenzkosten für die Nutzung ihrer Geodaten, sowohl im privaten wie auch im kommerziellen Bereich. Wie lange das so bleibt, lässt sich schwer abschätzen. In jedem Fall sollte man sich die Lizenzbedingungen genau durchlesen und die Änderungen, die sich auf diesem Gebiet mehr oder weniger häufig abspielen, mitverfolgen. Bei Google muss man sich übrigens vor der Nutzung der API einen kostenlosen Lizenzkey besorgen. Dies gilt jedoch nicht für Google-Earth, wo eine andere Schnittstellen-Philosophie gilt.

Der Unterschied zwischen Google-Earth und den beiden anderen Diensten ist technisch bedingt. Während es sich bei Google-Maps und Virtual-Earth um klassische Web-Services handelt, die sich durchweg in Browser-Umgebungen abspielen, ist Google-Earth ein klassisches Client-Programm, das die Server-Abfragen und die Präsentation auf dem lokalen PC vornimmt. Während bei ersteren der Zugriff über Skriptsprachen wie Javascript erfolgt, kann der Google-Earth-Client über eine Steuerungsdatei mit XML-Syntax (KMZ- oder KML-Files) manipuliert werden.

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