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mac-developer: Philipp, euer iOS-Hackathon in Berlin nannte sich Appbackrthon. Was hat es mit diesem Namen auf sich?

Philipp Berner:  Appbackrthon ist ein reiner Fantasiename. Er kombiniert Hackathon, Apps und den Namen unseres Unternehmens, Appbackr. Wir waren uns einig, dass es sich dabei um einen individuellen und einprägsamen Namen handeln sollte, den wir auch für weitere Events verwenden können.

mac-developer: Was und wer verbirgt sich hinter Appbackr?

Berner:  Appbackr ist der weltweit erste Wholesale-Marktplatz für mobile Applikationen. Damit ermöglichen wir Entwicklern, ihre Applikationen in großen Stückzahlen zu verkaufen und damit unmittelbar Erlöse zu erzielen. Das ist eine sehr attraktive Form der Finanzierung, da alle Rechte der App beim Entwickler bleiben. Unsere Partner (Backer) haben damit die Möglichkeit, ihre bestehenden Vertriebskanäle mit Applikationen Dritter zu monetarisieren. (Anm. d. Red.: Ein Backer ist eine Art App-Großhändler, der Apps beim Entwickler in großer Stückzahl kauft und im App Store auf eigene Rechnung weiterverkauft).

mac-developer:  Ihr seid also ein App-Marktplatz, auf dem sich Entwickler und Backer treffen. Wie handeln diese ihre Konditionen aus und was ist eure Rolle dabei?

Berner: Im Moment bieten wir einen festen „Wholesale“-Preis an. Dieser liegt bei einer 99-US-Cent-App bei 45 Cent. Der Entwickler hat bei uns die Möglichkeit, eine Mindestzahl und maximale Anzahl an Apps anzubieten. Der Großhändler wiederum kann innerhalb dieses Rahmens entscheiden, wie viele Apps er kaufen möchte. Wir kümmern uns um das gesamte Tracking und um die Abrechnung.

mac-developer:   Zurück zum Appbackrthon: Warum fand euer iOS-Event ausgerechnet in Berlin statt und wen wolltet ihr damit erreichen?

Berner: Uns ist es sehr wichtig, von Anfang an auch Feedback außerhalb des Silicon Valleys zu bekommen. Berlin ist sicherlich eine der Hubs in Europa für Start-ups und Entwickler. Die iOS-Szene ist für europäische Verhältnisse sehr stark. Der Hackathon ist also für Hacker (Programmierer) und Painter (Designer) gedacht. Wir sind davon überzeugt, dass diese beiden Gruppen erheblich voneinander profitieren können. Das konnte unser Event eindrucksvoll belegen.

mac-developer: Wie war denn die Resonanz auf das Appbackrthon?

Berner:  Obwohl das das Event sehr kurzfristig organisiert war, konnte sich die Resonanz durchaus sehen lassen. Von den 26 Angemeldeten kamen tatsächlich 18 Programmierer und sieben UX-Designer, was eine unglaublich gute Quote ist. Des Weiteren konnten wir fünf Sponsoren gewinnen, die es uns ermöglichten, neben der Gewinnsumme von 1500 US-Dollar tolle Preise an die Teilnehmer weiterzureichen. Dazu gehörten 500 Euro von Madvertise für die Drittplatzierten und von Blackbox ein zweiwöchiger Aufenthalt im Silicon Valley inklusive Übernachtung im Blackbox Mansion und Besuchen bei Google, Apple und Facebook.

mac-developer: Was hat dich während des Appbackrthon am meisten beeindruckt?

Berner: Das waren vor allem zwei Dinge: die Leidenschaft, mit denen die Teilnehmer ihre vorgegebenen Aufgaben gelöst haben, und die Qualität der Apps, die an einem einzigen Wochenende entstanden sind. Die Leute saßen teilweise bis um drei Uhr morgens am Rechner, um so viel wie möglich zu erreichen. Das zeigt einfach, wie viel Potenzial in der Berliner Entwicklerszene steckt. [mjh/jp]

Über den Interviewpartner
Philipp Berner studierte Informatik in München. Nach seinem Studium gründete er die Online-Videotechnologie-Firma Vicommerce. Seine Passion für Start-ups und Technologie brachte ihn 2010 ins Silicon Valley, wo er jetzt unter anderem für das Unternehmen Appbackr  arbeitet. Berner wurde für den Wettbewerb „Münchner Businessplan“ nominiert, gewann das „Bay Area Startup-Weekend 2010“ in San Francisco und ist Finalist vom „Kauffman Labs Programm“ der Kauffman Foundation.

mac
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