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mac-developer:  Herr Hauser, Herr Biedorf, warum veranstalten Sie die Macoun?

Chris Hauser: Weil mir solch eine Entwicklerkonferenz gefehlt hat und ich der Meinung bin, dass es gerade im deutschsprachigen Raum sehr viele und talentierte Mac-Entwickler gibt. Ich habe den Wunsch nach so einer Konferenz für die Mac-Entwicklercommunity seit über einem Jahrzehnt gehegt. Und immer darauf gewartet, dass jemand so etwas veranstaltet. Doch gestandene Veranstalter meinten, dass dafür überhaupt keine Zielgruppe existiere. Und so geschah jahrelang nichts. Einige Jahre später skizzierte ich dann ein Konzept für solche eine Konferenz und setzte mich mit der Realisierbarkeit und der Finanzierung auseinander. Die sah zwar ziemlich schlecht aus, aber ich fragte Thomas trotzdem ob wir das nicht gemeinsam versuchen und damit untergehen wollen.

Thomas Biedorf:  Chris und ich haben etwas ähnliches vor einigen Jahren schon einmal für ein anderes Entwicklungswerkzeug gemacht, damals jedoch nur für den geschlossenen Nutzerkreis einer Mailingliste. Insofern haben wir uns die Organisation schon zugetraut, was hier jedoch hinzukam war das kaum zu überblickende finanzielle Risiko. Chris hatte das Ganze gut kalkuliert, dennoch stand immer die Frage im Raum, ob so etwas gut gehen kann. 2008 haben wir es dann einfach noch unter dem Deckmantel meiner GmbH versucht - und es ist erfreulicherweise gut gegangen. Jetzt, im dritten Jahr, lernen wir immer noch dazu, aber ich glaube, wir sind jedes Jahr besser geworden. Das „Warum“ ist dann eigentlich einfach beantwortet: Es macht riesigen Spaß!

mac-developer:  Kommen zu euren Events hauptsächlich Newbies, oder auch "gestandene" Entwickler?

Hauser: Das ist nicht so genau zu bestimmen, weil sich die Selbsteinschätzungen nicht immer so ganz mit der Wirklichkeit decken. Aber über den Daumen gepeilt sind es zirka 2/3 erfahrene Entwickler und etwa 1/3 Anfänger beziehungsweise Umsteiger.

Biedorf: Durch den iPhone- und iPad-Hype kommen viele Quereinsteiger von anderen Plattformen hinzu, die natürlich ein großes Interesse an verständlichen Einführungen haben. Ich glaube aber trotzdem, dass das Niveau recht ausgewogen ist, und auch die Profis auf hre Kosten kommen.

mac-developer: Was sind eure Themenbereiche?

Hauser:  Auf der diesjährigen Macoun wird es unter anderem um die Datenmigration mit Core Data gehen, wir werden die Audio-APIs von iOS näher beleuchten, zeigen, wie man einen Kernel für Mac OS X baut und wir werden demonstrieren, wie man „Design-by-Contract“ mit Objective-C realisiert.

Biedorf: Auch allgemeinere Sessions werden hinzukommen, die sich mit dem „Drumherum“ der Software-Entwicklung beschäftigen. So ist ja das UI einer Anwendung vor allem im mobilen Bereich immens wichtig, und hier hoffen wir, dem ein oder anderen Entwickler, die ja klassischerweise keine Designer sind, Hilfestellungen geben zu können. Eine Session wird sich ganz explizit mit diesen Fragen beschäftigen.

mac-developer: Wie kommt ihr an eure Themen heran?

Hauser: Ganz unterschiedlich. Zum einen haben wir per Call for Papers dazu aufgerufen, Themenvorschläge einzureichen. Damit bringen unsere Referenten mit viel Herzblut ihre eigenen Ideen und Vorschläge ein. Zum anderen haben wir aufgrund unserer täglichen Arbeit immer wieder Ideen für Themen, und wir bekommen sehr viele Vorschläge und Wünsche von den Teilnehmern und der Community.

Biedorf: Der Call for Papers (CFP) war dieses Jahr ein wichtiges Instrument, das viele spannende Vorträge zutage gefördert hat. Neben unseren „Stammrednern“ der vorherigen Jahre wird der CFP immer wichtiger, da wir selbst nicht alle Aspekte der Entwicklung in der täglichen Arbeit abdecken, sondern immer nur einen Teilbereich sehen. Die Community ist sehr vielseitig und bunt und das soll sich auch auf der Macoun widerspiegeln.

Über die Interviewpartner
Chris Hauser ist Softwareentwickler, Multimedia-Autor und Videospezialist. Er schreibt und portiert seit über 25 Jahren Software und das seit 15 Jahren auch auf dem Mac. Von ihm stammt die Idee und das Konzept der Macoun. Er kümmert sich um die Organisation und Planung. Zudem übernimmt er die Akquise der Referenten und Vorträge.

Thomas Biedorf ist seit 1990 primär auf dem Mac Software-Entwickler und Autor und seit kurzem auch externer Datenschützer. Er ist mit seiner eigenen GmbH seit 2000 selbständig und Mitbegründer der Macoun GbR, die er zusammen mit Chris Hauser gegründet hat. Die GbR verfolgt das Ziel, einmal im Jahr die Macoun zu veranstalten. Er kümmert sich um die Sponsoren und die PR.

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