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mac-developer:  Herr Greif, wie kamen Sie auf die Idee, AppsEntwickler ins Leben zu rufen?

Carsten Greif:  Wir kamen damals in einer Bar auf die Idee. Ich und ein befreundeter PHP-Entwickler hatten einen Einfall für eine iPhone-App. Wir hatten große Lust, eine App zu entwickeln, die per OCR-Verfahren (Optical Character Recognition) einen Lottoschein auslesen kann. Wir wollten damit das Prüfungsverfahren vereinfachen, ob man gewonnen hat oder nicht. Leider konnten wir auf Anhieb keine kleine Entwicklerschmiede finden, die ungefähr unseren Vorstellungen entsprach für eine solche App und solch ein Projekt. Und da hatten wir diese „Vision“, ein öffentliches, lokales Entwicklerverzeichnis ins Leben zu rufen. Der Grundgedanke dieses Verzeichnisses ist recht trivial: Wir wollen das Internet für den Informationsaustausch zwischen Entwicklern und potenziellen Kunden nutzen, und nicht für das Sammeln von ein paar Adressen, mit denen man eventuell das schnelle Geld machen kann. Daraus entstand erst die Idee, dann kam das Konzept hinzu und nach zahlreichen Meetings haben wir www.appsentwickler.eu  ins Leben gerufen. Derzeit umfasst das Verzeichnis gut 220 Entwickler, die aus dem deutschsprachigen Raum kommen, also aus Deutschland, der Schweiz und Österreich.

mac-developer:  Wie wollen Sie App-Entwicklern dabei helfen, ihre Apps bekannter zu machen?

Greif:  Ich kann dazu leider noch nicht soviel sagen, da das Ganze noch ziemlich geheim ist, und es sind auch derzeit nur einige wenige Personen in das Projekt eingeweiht. Ich kann nur soviel dazu sagen: Wir wollen, dass das Ganze eines Tages Kultcharakter hat. Ja, es soll so richtig „fetzig“ werden. Schon heute sollten sich iPhone- und iPad-Entwickler darauf freuen. Es sind darüber hinaus noch zwei weitere große Projekte in Planung. Das ist aber alles „top secret“. Ihr bei mac-developer seid allerdings die Ersten, die mehr erfahren und denen wir die Release-Termine verraten werden, sobald es soweit ist.

mac-developer: Wie sieht denn Ihr Geschäftsmodell aus?

Greif:  Tja, derzeit sind wir nicht anders dran wie Twitter oder StudiVZ. Derzeit bezahlen wir sogar die Hostinggebühren komplett selbst, alles hat noch eher Hobby-Charakter. Aber wir würden uns natürlich freuen, wenn AppsEntwickler eines Tages unseren Kühlschrank füllen könnte - und mehr. Die zwei geplanten Projekte sollen kostenpflichtig werden. Allerdings wird das Kosten-Nutzen-Modell für viele Entwickler sehr attraktiv sein.

mac-developer:  Geht Ihr Konzept bisher trotzdem auf?

Greif:  Unbedingt! Mehr als 220 Entwicklermeinungen zeigen uns ganz deutlich, dass wir zwar noch nicht ganz ankommen sind, aber den richtigen Weg beschreiten. Uns ist dabei ganz wichtig, weiterhin werbefrei zu sein und auch zu bleiben. Wir sehen anhand der Besucherzahlen, dass unser Portal Woche für Woche wächst und gedeiht. Ganz ehrlich: Wir lieben App-Entwickler und wir lieben die Cocoa-Entwicklung. Wir freuen uns auf weiteren Zulauf, aber auch über die umfangreiche, hilfreiche, konstruktive Kritik. Das äußert sich unter anderem am Mitmachwillen, den viele Entwickler jeden Tag demonstrieren. Daher schon jetzt mal ein großes Dankeschön an alle Entwickler, die AppsEntwickler zu dem gemacht haben, was es heute ist.

mac-developer:  Was machen Sie denn sonst noch für Entwickler?

Greif:  Wir arbeiten derzeit an einem Blog, auf dem sich App-Entwickler vorstellen können, also mit Hilfe von Interviews, kleineren Portraits, etc. Dort möchten wir aber auch kleinere und größere App-Projekte vorstellen. Darüber hinaus planen wir gerade ein Newbie-Portal, auf dem Entwickler-Neulinge Hilfe bekommen sollen. Natürlich ganz im Stile von :blueMac: einfach, stylisch, magisch.

mac-developer:  Welchen abschließenden Ratschlag haben Sie für App-Greenhorns parat?

Greif:  Ganz ehrlich, da habe ich nur einen: Gib niemals auf, und bleibe nicht auf dem „Erfolg“ der zum Laufen gebrachten "Hallo Welt“-App sitzen!

Über den Interviewpartner
Carsten Greif ist ausgebildeter Anlagenmechaniker und arbeitete mehrere Jahre als Fernwärmetechniker. Derzeit erwirbt Greif seine Fachhochschulreife, um später Informatik zu studieren. Im März diesen Jahres entwickelte er das Konzept für :blueMac und das größte Apps-Entwicklerverzeichnis Europas mit Entwicklern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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