Am 7. Juli stellte Oracle mit der Suite Oracle Business Intelligence 11g seine in 4 Jahren rundum erneuterten Werkzeuge im alten Fischmarkt Old Billingsgate
in London vor, über die Geschäftsanalysen und daraus resultierende Entscheidungsfindungen in Unternehmen erheblich vereinfacht werden.
Mittlerweile zu einem zentral gelegenen Konferenzzentrum ausgebaut, lag wie mein britischer Kollege Adrian Bridgwater treffend feststellte, in Old Billingsgate
kein Fischgeruch mehr in der Luft. Angelehnt an das Oracle-Logo war das Gebäude dem Ereignis entsprechend im bekannten Rot und Weiß ausgekleidet. Das Thema „alter Fischmarkt“ wurde auch von David Callahan (Senior Vice President, Channels and Solutions, Oracle UK and Ireland) entsprechend aufgegriffen. Nicht nur Old Billingsgate, sondern auch Oracle Business Intelligence
kann auf eine lange und erfolgreiche Tradition zurückblicken. Und tatsächlich ist Oracle im Bereich Business Intelligence
(BI) führend. Die Bedeutung wird nach David Callahans Aussagen weiter zunehmen. Unterstützt wurde die Aussage zur Bedeutung auch dadurch, dass der Event Live in die wichtigen Metropolen Zürich, Amsterdam, Frankfurt und Madrid übertragen wurde. Die entsprechende Einschätzung zum BI-Zuwachs wird auch durch aktuelle Analysen des unabhängigen Analysehauses BARC bestätigt (siehe hier
).
Neuerungen
Oracle-BI ist in der neuen Version – nach Herstelleraussage - komplett, offen und integriert. Dahinter verbirgt sich nichts anderes, als das Ziel, die Oracle-Lösungen zum universellen - und leistungsfähigsten BI-Tool zu machen, das nicht nur alle Datenquellen direkt verarbeiten, sondern auch mit Geschäftsanwendungen von Oracle und anderen Anbietern interagieren kann. Relationale, aggregierte, multidimensionale, unstrukturierte aber auch Anwendungsdatenquellen werden gleichermaßen unterstützt, ohne diese mit Zeit und Aufwand in Data Warehouses übernehmen zu müssen. Für die flexible Anbindung der Datenquellen ist ein Common Information Model
verantwortlich, über das ein einheitlicher Datenzugriff realisiert wird (jedes Schema, jeder Datentyp). Anwendungen, Middleware, Datenbanken, Betriebssysteme , virtuelle Maschinen, Server und Storage arbeiten dabei erfolgreich, zertifiziert und im Verbund getestet zusammen. Als Clients werden Internet Browser, Microsoft Office und mobile Geräte (z.B. iPhone, iPad) unterstützt. Das Abrufen von Dashboards über das iPad wurde im Rahmen des Events auch praktisch vorgeführt.
Ergebnisse mobil - Die Ergebnisse der Datenanalysen können per iPhone und iPad abgerufen werden.
In der neuen BI-Suite wird ein einheitliches Interface für relationale und OLAP-Analysen bereitgestellt. Alle Typen der Zusammenarbeit werden über Dashboards und Workspaces angeboten. Es gibt eine einheitliche Lösung zur Erstellung von Berichten (Performance Management, BI-Anwendungen) und auch alle Metadaten werden einheitlich verwaltet. Über das neue Action Framework
lassen sich Aktionen direkt aus Dashboards heraus auslösen. Die Scorecard-Anwendung ist direkt mit Dashboard-KPIs verbunden (Key Performance Indicators
). Entwickler dürfte insbesondere freuen, dass dank offener Schnittstellen und der ausgiebigen Verwendung von Webdiensten in der BI-Suite keine Hürden für eigene Erweiterungen bestehen. Insbesondere das neue Action Framework
ist dementprechend eine leistungsfähige Basis, um auch Datenauswertungen und –analysen um eigene Aktionen zu erweitern. Um die Verwendung der erweiterten und neuen Funktionen ausgiebig zu demonstrieren und einfacher nutzbar zu machen, macht Oracle nach Aussage von Paul Rodwick (Vice President, Product Management, Oracle Business Intelligence) eine komplexe Beispielanwendung verfügbar.
Die Leistung, Skalierbarkeit und Verfügbarkeit wird durch die Integration der BI-Funktionalität in den Oracle Enterprise Manager
sichergestellt, über den Administratoren ein universell nutzbares Verwaltungswerkzeug erhalten. Darüber überwachen Sie beispielsweise zentralisiert die Leistung oder führen Sie Diagnosen und Fehlerbehebungen durch. Auch die Entwicklung, das Testen, die Verteilung sowie das Patchen und Aktualisieren wird darüber vereinfacht. Auch das Depolyment selbst gestaltet sich in der neuen Version flexibel (traditionell On-Premise, private Cloud, Extranet, Geschäftsprozess-Outsourccing, SaaS oder On Demand).
Ausblick
Die database pro wird sich in der Ausgabe 6/2010 intensiv dem Thema Business Intelligence
widmen und ausführlich über Oracle Business Intelligence 11g berichten. Weiterführende Informationen erhalten Sie im Internet unter den folgenden Adressen:
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