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Mobiledevcon
Am 25.07.2011 fand in München die Mobile DevCon 2011 (http://www.mobile-devcon.de) statt. Dabei bildet München die erste von insgesamt 3 Veranstaltungen (21.9. Köln und 19.10. Hamburg). Da ich bei einem Gewinnspiel eine Freikarte gewonnen hatte habe ich mich auch nach München aufgemacht und nicht wie vermutlich naheliegender auf die Veranstaltung in Köln gewartet.
Nach einer erfreulicherweise katastrophenfreien Anreise und einer überraschenden Begegnung am Münchner Flughafen kam ich dann pünktlich 15 Minuten zu spät am Veranstaltungsort ein. Das erste was auffiel: Mobile DevCon und meine beiden mitgenommenen Smartphones hatten kein Netz (Danke Vodafone).

Die erste Session (Alexander Schulze)

Danach ging es direkt los mit den Sessions. Die erste (einzige und damit alternativlose) Session hat mich ehrlich gesagt wenig vom Hocker gerissen. Abgesehen von der ewigen Leier, dass Mobile die Zukunft ist (vielen Dank, ich bin ja nur auf die Veranstaltung gefahren weil ich die Auffassung teile) gab es wenig neues. Auch Websockets als Web3.0 zu etablieren hat meinen Eindruck der Session nicht verbessert. Zugegeben WebSockets werden die Web-Programmierung verändern. Aber mehr auch nicht. Da die meisten Leute gar nicht verstehen werden was Websockets sind und wie sie funktionieren werden sie halt auch (zumindest direkt) kein Marketing-Buzzword prägen. Zur Verteidigung des Referenten muss ich sagen (wenn es nicht eh schon alle gemerkt haben), dass ich solche "prophetischen" Sessions generell nicht mag.

Die 2. Session: Einführung in WebOS (Sebastian Hammerl)

Nach der ersten Session durfte ich mich zwischen einer Einführungssession für Android und einer Einführungssession für WebOS entscheiden. Die Entscheidung fiel sehr schnell für WebOS, einfach weil ich mir von der Androidsession zu wenig neues für mich erwartete. Direkt nach Beginn der Session habe ich die Entscheidung kurz bereut, da die ersten Minuten reine Werbung waren und nur noch fehlte, dass der Referent einen Kasten mit WebOS Geräten hervorholte und diese zum Sonderpreis anbot, im Verlauf verbesserte sich die Session aber enorm zum Guten und bot einen guten groben Überblick über das WebOS-Ecosystem.

Session Nummer 3:  Mobile Payment (Dr. Matthias Michael Jöst)

An sich eine sehr interessante Session, die aufgrund der Fülle an Anbietern und Möglichkeiten leider sehr oberflächlich bleiben musste. Aber man erhielt einen guten Überblick über die Anbieter. Erfreulich war auch, dass der initiale Werbeblock ("Warum Mobile Payment die Zukunft ist... etc. bla bla bla) sehr kurz ausfiel.

Über die 4. Session: App Entwicklung in der Praxis (Ivo Wessel)

Für mich definitiv mit die beste Session des Tages. Trotz eines untechnischen Fokus war die Session sehr konkret und auf praktische Vorschläge und Guidelines bedacht und fiel zu keinem Zeitpunkt ins "Bla" ab. Jeder genannte Punkt wurde vom Referenten mit konkreten Beispielen aus seinem beruflichen Alltag untermauert und nicht wie so oft mit Fremdapplikationen. Bei dieser Session habe ich einiges gelernt und viele neue Ideen mitgenommen.

Nach dem Mittagessen, die vorletzte Session: Browser als App-Plattform (Tobias Bosch)

Zu Beginn der Session bin ich meinen eigenen Vorurteilen aufgesessen. Das der Referent "Senior Consultant" war weckte bei mir wenig Hoffnung auf eine gute Session. Ich habe einfach zu viele schlechte Artikel von Consultants gelesen und zu viele schlechte Consultants getroffen. Doch meine Sorgen waren absolut unberechtigt! Die Session war sehr umfangreich und vielschichtig. Sowohl auf das automatisierte Testen auf dem Endgerät mit JavaScript als auch auf die Stolpersteine von Phonegap und jQuery Mobile wurde eingegangen, was ich besonders erfreulich fand, da ich da selbst über einige Steine gestolpert bin und über andere nun jetzt hoffentlich nicht stolpern werde. Ich muss also reumütig meine Meinung über Consultants (zumindest in diesem Fall ;) korrigieren.

Das Finale: Plattformübergreifende Entwicklung (Robert Virkus)

Die abschliessende Session fand wieder ohne Konkurrenz statt. Man merkte dem Referenten sowohl sein umfangreiches Fachwissen als auch seine Unterhalterqualitäten an. Im Gegensatz zur 4. und 5. Session war diese Session sehr viel allgemeiner gehalten und beantwortete eher die generelle Frage ob und wann man Hybride Applikationen nativen vorziehen sollte. Eine gute Session, die für mich allerdings nicht an die beiden vorausgegangenen Sessions heranreichte.

Die Rückreise

Die Rückreise war leider nicht ganz so erfreulich wie die Anreise. Erst fielen mehrere Bahnen aus und dann hatte mein Flug auch noch 40 Minuten Verspätung und kam freundlicherweise genau so in Düsseldorf an, dass ich meinem Anschlusszug noch winken konnte -.-

Fazit

Generell muss ich sagen, dass ich die Mobile DevCon sehr lohnenswert fand. Für alle die eine der anderen Veranstaltungen besuchen wollen: Die Programmpunkte und Referenten unterscheiden sich. Allerdings ist Ivo Wessel mit "App Entwicklung in der Praxis" auf jeder der Veranstaltungen vertreten und ich kann nur jedem empfehlen seine Session zu besuchen.
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