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.NET C# Java Javascript Exception

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Um 9 Uhr ging’s los mit der Keynote von David An.  Ein rasanter Überblick über die Entwicklungen und Buzz-Words der letzten zwanzig Jahre half, die aktuelle Situation um Smartphones und Tablets in einem etwas größeren Kontext betrachten zu können. Habe
Commodore64, Foto by Bill Bertram

Commodore64, Foto by Bill Bertram

Um 9 Uhr ging’s los mit der Keynote von David An.  Ein rasanter Überblick über die Entwicklungen und Buzz-Words der letzten zwanzig Jahre half, die aktuelle Situation um Smartphones und Tablets in einem etwas größeren Kontext betrachten zu können. Habe mich gefreut, dass ich nicht der einzige bin, der seine ersten Schritte in die Computerwelt mit einem C64 + Datasette wagte…

Da ich mich ja der Entwicklung von mobile Web Apps verschrieben habe, war ich vor allem an den Vorträgen zu diesem Thema interessiert. Dennoch möchte ich zumindest die Performance von Ivo Wessel zum Thema “App-Entwicklung in der Praxis” nicht unerwähnt lassen. Ivo hat ein wahres Feuerwerk an interessanten Hinweisen, Fakten und Denkanstößen rund um die Entwicklung von Apps abgebrannt. Dabei ging es kaum um technische, dafür aber ausführlich um psychologische und designerische Aspekte bei der App-Entwicklung. Ein interessantes Thema auch für die mehr technisch orientierten unter uns.

Richtig spannend wurde es dann ab 14:30 Uhr, als der Vortrag zum Thema “Browser als App-Platform” anstand. Tobias Bosch führte das Auditorium durch die verschiedenen App-Kategorien: Native Apps, Web Apps und Hybrid Apps. Anhand eines Beispiels zeigte er auf, was man mit einer Web App so alles anstellen kann. Die Web-App stellte das (in diesem Fall minimalistische) UI zur Verfügung. Da die App dazu dienen sollte Barcodes einzulesen, war ein Zugriff auf die Kamera des Endgeräts zwingend. So wurde die Web App mittels PhoneGap in eine Hybrid App umgebaut. Doch der eigentlich Trick kam erst jetzt. Über eine Plugin-Konstruktion lies Bosch die Hybrid-App auf die Services einer anderen, bereits installierten App (zxing) zugreifen, die in der Lage war, Barcodes einzulesen. Das Ergebnis dieses Prozesses wurde in die Hybrid App übernommen, bearbeitet und dargestellt. Arbeitsteilung sozusagen. Eine interessante Konstruktion.

Dann wurde erläutert, wie die Architektur einer Web App sich im Laufe der Zeit von der Multi Page Web App, über die AJAX Web App zur Singe Page Web App entwickelt hat. Während die erstere noch fast vollständig auf dem Backend basierte, beinhaltet letztere die komplette Applikationslogik und braucht das Backend nur noch, um ein paar Daten auszutauschen. Weiße Screens beim Wechsel auf neue Seiten gehören bei dieser Architektur der Vergangenheit an.

Als nächstes wurden die beiden großen JavaScript-Frameworks Sencha Touch und jQuery Mobile dargestellt, die u.a. Lösungen für Interface-Herausforderungen anbieten, die im Kontext von Web Apps  auftreten. Zu nennen wären da z.B. die Scrollbar-Problematik (Scrollbars gibt’s bei mobile Webkit-Browsern nicht), fixierte Toolbars (schwierig umzusetzen) und eine Gesten-Erkennung (Kombination aus unterschiedlichen Events).

Richtig spannend wurde es für mich im letzten Teil des Vortrags, als Tobias Bosch AngularJS vorstellte. AngularJS, das “superheroic JavaScript MVC Framework”, bietet neben MVC auch Data Binding und Dependancy Injection. Das Framework kann mit Hilfe eines von Bosch geschriebenen Adapters mit jQuery Mobile gekoppelt werden.

Den Abschluss des Vortrags bildete ein Ausflug in die Welt der Testautomatisierung. Erwähnung fanden in diesem Kontext Jasmin, ein “behavior-driven development framework” zum Testen von JavaScript Code, und der js-test-driver von Google. Ein paar Erläuterungen zu letzterem finden sich hier.

Auch die abschließende Keynote von Heiko Behrends befasste sich mit dem Thema “Plattformübergreifende Entwicklung”.   Behrends thematisierte ‘server side web’ und ‘client side web’, ging am Beispiel von Sencha und JQM auf den ‘deklarativen’ und ‘programmatischen’ Ansatz ein, zeigte Möglichkeiten zum Debuggen auf (u.a. Winre) und differenzierte hinsichtlich der Art der App zwischen ‘web’, ‘hybrid’, ‘interpreted’ und ‘generated’. Fazit: Web Apps  und native Apps haben beide ihre Berechtigung. Für Web Apps sprechen vor allem ökonomische Gründe, für native Apps die bessere Performance und User-Experience.

Alles in allem: Die mobile developer conference war eine eine interessante Konferenz, es gab viel Input mit durchaus interessanten, neuen Aspekten. Die Vortragenden waren kompetent und up to date.

Meine Anregung an die Veranstalter: fragt die TeilnehmerInnen doch nächstes Mal im Vorfeld der Konferenz, ob Interesse daran besteht, mit anderen TeilnehmerInnen in Kontakt zu kommen. Dann könnte eine Liste mit Kontaktdaten und Tätigkeitsbereichen erstellt und an die Konferenzteilnehmer vorab geschickt werden. Dies würde z.B. ermöglichen, dass man sich untereinander gezielt verabreden und die Pause mit interessanten Gesprächen verbringen könnte.

Happy Coding
Rolf

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