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.NET C# Java Javascript Exception

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Es gab ja bereits einige Fragen zu bestimmten Microsoft-Zertifizierungen. Ich will hierzu mal eine Kaffeeküchendiskussion ins Leben rufen. Was mich als noch nicht-Zertifizierten interessiert:


    - Machen Microsoftzertifizierungen Sinn? Wenn ja, welchen?
    - Macht es noch Sinn, die .NET 3.5 Zertifizierungen zu machen?
    - Welche Kosten hat man insgesamt(ohne Schulung, mit Trainigs-Kit)?
    - Wie lange dauert die Vorbereitung ca.?


Und alles, was damit zu tun hat...
microsoft-zertifizierungen
21.02.2012
Eiger 1,9k 1 8
6 Beiträge
2
Wir sind Microsoft "Gold" Partner. Um diesen Status zu erhalten müssen Kollegen regelmässig zertifiziert werden. Ich hatte allerdings bisher das "Glück" davon verschont zu sein. Mein äußerer Eindruck ist folgender:
- Die Vorbereitung ist relativ zeitintensiv (mehrere Wochen), hängt natürlich auch von den Vorkenntnissen ab
- Die Trainings-Kits werden als sehr effektiv beschrieben
- ich kann nicht feststellen, dass sich durch die Zertifizierungen wesentliche Verbesserungen in der Arbeitsweise ergeben.. schon ein bisschen wie das Lernen auf die Anatomie-Prüfung (Gießkanne)

Ich glaube für einen Freiberufler kann es nur dann Sinn ergeben, wenn man damit an entsprechende Aufträge rankommt. Sonst würde ich meine Zeit woanders investieren..
21.02.2012
puls200 3,3k 6
Super, schon sehr interessant. Ich bin kein Freiberufler, bringts was für zukünftige Bewerbungen?
Eiger 21.02.2012
Ob das für Bewerbungen einen messbaren Nutzen hat kann hier sicher keiner beantworten. An den Gelegenheiten bei denen ich an der Personalentscheidung beteiligt war hat es keine Rolle gespielt. In unserem Fall bringen auch abgelaufene Zertifikate nichts.
puls200 22.02.2012
Hm, wieso soll das keiner beurteilen können? Wenn man beispielsweise als Bewerber darafhin angesprochen wurde oder aber - wie du schon - als Personalentscheider tätig ist, hat man da doch Erfahrungen...
Eiger 22.02.2012
Ich meinte damit allgemein beantworten. Das wird jedes Unternehmen anders bewerten. Headhunter finden das natürlich auch toll, weil sich damit ihre Skill-Suchen vereinfachen.
puls200 22.02.2012
2
Wenn Du Freelancer bist, so lohnt sich eine MS Zertifizierung auf jeden Fall. Als Freelancer wird man meistens nie direkt von einem Endkunden engagiert, sondern geht über einen Vermittler/Consultingfirma. Ein Zertifikat hilft Dich beim Vermittler und damit auch beim Endkunden zu *verkaufen*.
Wie auch bei allen Prüfungen an der Uni oder sonst wo, gilt auch hier *Der Schein trügt*: Auch wenn man ein Zertifikat hat, sagt es nicht unbedingt etwas über Deine Fachkenntnis aus, aber es hilft halt bei der Vermittlung.
Um z.B. ein MCPD (Microsoft Certified Professional Developer) Zertifikat zu erhalten, brauchst Du 3 Prüfungen a 100 Euro. Manchmal gibt es Angebote von MS, wo man auch einen sogenannten Second Shot frei hat. Wenn man durch eine Prüfung durchfällt, hat man einen zweiten Versuch frei.
Es gibt meist zu jeder Einzelprüfung ein Buch (Self-Paced Training Kit).
Es gibt auch einige günstige Anbieter, die online Kurse mit prüfungsähnlichen Fragen anbieten.

Bei den Prüfungen handelt es sich um Multiple Choice Fragen, von denen Du IMO 70 Prozent richtig beantworten musst.

Und - wir müssen uns nichts vormachen - es gibt alle Fragen und Antworten in einschlägigen Foren im Netz. Es gibt sogar Programme, die die Fragen 1 zu 1 simulieren. Links hierzu gebe ich jedoch nicht. Die Tests variieren immer ein wenig. Soll heissen, ganz kann man sich nie auf die Fragen und Antworten im Netz verlassen.

Ob Du nun MCPD für Net 3.5 oder 4.0 erwirbst, ist IMO irrelevant. Da schaut niemand später genauer drauf.

Fazit: Ein Zertifikat hilft Dich als fester oder freien Mitarbeiterzu verkaufen, aber es bringt Dich bzgl Weiterbildung nicht sehr viel weiter.

Gruss
Dirk
21.02.2012
judgy 721 6
Gut, das ist schonmal interessant. Eine Anmerkung: Jemand, der über eine Consultingfirma geht, ist ja auch dort angestellt und nicht Freelancer. Oder gibt es auch Consultingfirmen, die einfach nur Freelancer weitervermitteln? Bin da nicht so firm in der Materie...
Eiger 21.02.2012
Consultingfirmen sind IMO nichts anders als *Schmarotzer*. Grosse Unternehmen engagieren in der Regel keine freien Mitarbeiter direkt, weil sie mit dem Thema Scheinselbständigkeit nichts zu tun haben wollen und weil sie sich selbst nicht auf die Suche von Entwicklern begeben wollen.
Daher haben sie in der Regel Rahmenverträge mit 3-4 Vermittlern (sprich Consultingfirmen), die dann bei Xing oder Gulp oder sonst wo auf die Suche gehen.
Für ihren Dienst nehmen die Vermittler dann zwischen 10% und 50% von Deinem Honorar. Wenn man als Freelancer zwischen 40 und 75 Euro als NET Entwickler dann ..
judgy 21.02.2012
.. verdient ist es zwar auch ok, aber der Vermittler verdient sich eine goldene Nase.
Freelancer sollten sich am besten selbst in einer Community organisieren und vermarkten, an statt die Profite den Vermittlern zu überlassen. Aber das ist ein anderes Thema.
judgy 21.02.2012
Das ist ja schön und gut. Nur ich habe die Erfahrung gemacht, dass man bei den Consultingfirmen angestellt ist und deshalb also IMHO kein Freelancer mehr ist...Aber wie gesagt, so richtig drin bin ich nicht in der Materie. Dass bei Vermittlungen was auf der Strecke bleibt ist eigentlich logisch...
Eiger 21.02.2012
3
Imho haben Zertifikate schon Ihre Berechtigung und können durchaus hilfreich bei einer Bewerbung sein.

Allerdings empfinde ich die heutige Vielzahl von Zertifizierungen (MCPD, MCTS, MCITP usw.) als überaus unübersichtlich. Früher gab es halt den MCSD und den MCSE und gut war.
Das hat selbst die Sekretärin verstanden :-)

Die Kosten für eine Prüfung belaufen sich auf ca. 150€.
Allerdings kannst du bei Ebay sogenannte Vouchers (Gutscheine) für ca. 70-80€ kaufen.

Der von Judgy angesprochene 2nd Shot kann imho nur einmal verwendet werden.
Einige Prüfungen (z.B. Sharepoint) bestehen nicht nur aus Multiple-Choice-Fragen.
Hier muss man auch Objekte zuordnen und Reihenfolgen festlegen.

Bei einer Prüfung bekommst Du immer eine laminierte Folie für Notizen.
Ich lasse mir gleich immer 2-3 aushändigen, weil ich viele Fragen skizziere, um sie besser zu verstehen.

Gruss,
Michael
10.03.2012
mblaess 840 7
1
Ah, schön das es diese Frage in die Kaffeeküche geschaft hat. Ich google nämlich gerade mal "spasseshalber" danach und habe die 2 bisher dazu gestellten Fragen auf CK natürlich auch gefunden.

Die Meinungen klingen ja wirklich durchwachsen. 100 Euro pro Prüfung empfinde ich nicht als wirklich viel, wenn ich mir da die 2400.- für einen 5-Tages-Kurs gegenüberstelle (was ich nie bezahlen würde, das ist ja Wucher).

Mich würde jetzt aber doch mal etwas detailierter interessieren, weshalb Ihr meint, das man seine Zeit sinnvoller nutzen kann, wenn es darum geht, hier etwas zu lernen. Gerade bei den MS-Zertifizierungen überrascht mich das. Vor allem weil ich dachte, das wäre mal wirklich etwas "Fachbezogenes". Allerdings habe ich auch derzeit noch keinen Überblick über die Inhalte dort bzw. was dabei dann wirklich rüberkommt.

Ich hole mal ein wenig aus:

Mir ging es vor ein paar Jahren mit meinem nebenberuflichen Fernstudium ähnlich - wobei ich da nichts anderes erwartet habe. Ich hab mich mit 32 Jahren (Quereinsteiger, Autodidakt) an der FernUni Hagen angemeldet und nach einigen weiteren Jahren dann meinen BSC erhalten. Letztendlich war mir aber klar, das ich das nur für "den Stempel" mache. Hätte ich mich in den Jahren intensiv mit Java, C++ oder C# auseinandergesetzt, hätte das rein vom Fachwissen her für meinen Geschmack eine höhere berufliche Qualifikation gebracht, als ein Uni-Abschluss. Und nein, beim Master lerne ich auch nicht mehr nennenswert etwas hinzu. Muss ich mir in dem Alter auch nicht mehr antun, ich hab ja gezeigt, das mir ein Studium keine Probleme bereitet.

Letztendlich hatte ich die Wahl zwischen:
- Uni-Abschluss, dafür aber weniger in den Bereichen gelernt, in denen ich eigentlich arbeite. Dafür aber den typischen Abschluss-Wahn in den Stellenannoncen befriedigt.
- Etwas "gescheites" lernen was mich theoretisch weiterbringt. Nur kommmen dann sicher die Arbeitgeber an und argumentieren dann in der Art " Warum sollten wie Sie als Autodidakten nehmen wenn andere mit 10-15 Jahren Java, C++ etc.-Erfahrung sich hier bewerben. Wenn Sie wenigstens studiert hätten.....bla"

So, genug abgeschweift. Jedenfalls hätte ich bei den MS-Zertifikaten jetzt nicht erwartet, dort quasi wieder auf dieselbe Problematik zu stossen. Muss man dort auch so viel Artfremdes lernen?

PS: Software-Engineering war allerdings doch mal sehr lehrreich im Studium.
13.04.2012
Jens Duczmal 2,2k 2 8
Hm...ich dachte die Lounge-Einträge rutschen auch wieder nach oben wenn jemand etwas schreibt. Dann habe ich mal nicht so große Hoffnungen auf Reaktionen.
Jens Duczmal 13.04.2012
Na ja, zumindest ich lese es, weil ich eine Benachrichtigung kriege... ;-)
Guter Beitrag!
Eiger 16.04.2012
2
Hi,

wollte mal eben meine 2 Cent dazugeben.
In meinem Fall haben die Zertifizierungen tatsächlich geholfen. Ich habe ein MCSA, CNN(abgelaufen), ComCIA+ und so (man merkt schon was ich von den Zertifikaten halte) und das hat mir tatsächlich die Tür zu meiner derzeitigen Arbeitsstelle geöffnet. Das nützliche Wissen für meinen Berufsanfang, das ich im halben Jahr durch die Zertifizierungen angesammelt habe, hätte ich auch durch Googlen innerhalb einer Woche ebenso mir zusammen sammeln können. Erst nach und nach habe ich durch Praxis und Selbstrecherche die wirklich wichtigen Sachen gelernt.

Jetzt mache ich Nebenberuflich ein Fernstudium an der WB Hochschule und auch hier habe ich gemerkt das es nicht mehr sein kann als Grundlage für die Praxis (mit viel Fremdballast). Sollte ich irgendwann mein Abschluss bekommen, wird man sehen das ich Studiert habe (was den "Verkaufswert" auf dem Arbeitsmarkt etwas steigert), aber das sagt wirklich nichts darüber aus wie gut ich tatsächlich bin.

Mein Fazit:
Wenn man sowieso Arbeitslos ist oder Freizeit hat, mit der man nicht anfangen kann außer auf die eigenen vier Wände zu starren, könnte man eine Zertifizierung machen, zumal eine Lücke im Lebenslauf nicht so gut aussieht. Möchte man aber tatsächlich Fachliches Know-How erlangen, kann eine Zertifizierung nur der Anfang sein. Erst durch die Praxis gewinnt man wirkliches Know-How.
16.05.2012
Siggi 21 1
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Ich habe im Januar den MCTS Data Access 4 gemacht. Es gibt / gab zu der Zeit KEINEN kostenlosen zweiten Versuch. Ich finde 3.5 macht, insofern es eine 4er Variante gibt, ganz wenig Sinn. Der Stoff für diese Prüfung war recht umfangreich und schwierig. Ohne gewisse "Hilfestellungen" von Leuten, die es zuvor bereits durchgemacht hatten, hätte ich das nicht im ersten Versuch geschafft. Selbst mit dieser Hilfe habe ich neben einer Einführungsschulung und dem Self Paced Buch einige Wochenenden Training benötigt, um mich vorbereitet zu fühlen.

Ob es sich lohnt? M.E. hängt das ausschließlich davon ab, mit wem man zu tun hat. Manche fahren drauf ab, andere belächeln die Zertifikate nur. Man kann es nicht pauschal beantworten. Wenn eure Kunden es gut finden, oder dein Chef, mach es. Wenn du gezielt einen neuen Job ansteuerst wo es hoch angesehen ist, mach es. Wenn es Deinem Ego dient, mach es. Ansonsten, lass es sein und investier die Zeit lieber in punktuelles, nachhaltiges Lernen und Anwenden als (in meinem Fall) in sehr umfangreichen Stoff mit z.T. nur wenig oder keiner praktischen Verwendung (was zu sehr schnellem Vergessen führt).

Gruß
16.05.2012
Magier77 226 4

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