| 

.NET C# Java Javascript Exception

4
Ich bin großer Fan von Wireframes und setze sie mittlerweile seit Jahren ein.

Für mich sind Wireframes das Instrument was die Softwarequalität am maßgeblichsten beeinflusst - vor Techniken wie MDA, TDD oder bestimmten Technologien (etwas Provokantes einstreuen, um Antworten zu locken...)

Wer setzt es auch ein? Wer kennt es nicht? Wer widerspricht mir?
wireframes
News:
06.10.2013
kleffel 654 1 9
1 Beitrag
0
Ich setze auch seit Jahren auf Wireframes. Sie sind imho ein gutes Instrument um

  • Entscheidern frühzeitig einen Zugang zum entstehenden Produkt zu geben
  • Entwicklern frühzeitig einen Zugang zum zu entstehenden Produkt zu geben (wir alle kennen das Bild von der Schaukel am Ast)
  • die Kommunikation im Projekt zu erleichtern: für Nicht-Entwickler ist das UI der einzig tragfähige mentale Zugang, für viele technisch Projektbeteiligte wird es teilweise einfacher, den Scope Ihrer Anliegen darüber definieren zu können
  • schnell mal im Workshop die Änderungen gleich umzusetzen und erlebbar zu machen
  • schnell mal digital etwas Neues zu zaubern (schließlich bleibt uns immer noch Stift und Papier oder das gute alte Whiteboard, aber das Foto, das wir davon schießen und versionieren können, können wir nicht nachvollziehbar ändern)

Je nach Vorgehensmodell (von Wasserfall bis Agile) haben die Wireframes eine andere Bedeutung. Ob Lo-Fi (z.B. Balsamiq) oder Hi-Fi (z.B. PPT Storyboards) ist nicht selten dem Vorgehen geschuldet.
Persönlich favorisiere ich die Lo-Fi Lösung mit (Werbung!) Balsamiq. Die Lizenzgebühr amortisiert sich in der ersten Stunde seiner Verwendung und es lässt (v.a. im BDUF) notwendige Freiräume, um doch mal links statt rechts abzubiegen (<sarcasm>Wieso ist das pink und nicht rosa</sarcasm>).

Fazit zum Thema Wireframes:
Sind gut, mag ich, leb ich, empfehl ich anderen.

Feedback zum Thema Wireframes:
Es wäre für (ich lehn mich mal aus dem Fenster) alle eine Bereicherung, wenn Du Deine Thesen (auch wenn Du thematisch provoziereren möchtest) zumindest oberflächlich untermauern würdest.

Nun aber zur "provokanten" Aussage:
Wireframes als das Non-Plus-Ultra herauszustellen, mag für Dich in Deinen Projekten funktionieren. Ob "Kunde, red nicht, ich mach Dir ein Wireframe, dann schlackerst mit den Ohren" oder "nur wenn Ihr Wireframes machen könnt, werden wir Euch beauftragen" sind imho selten (wenn überhaupt) anzutreffende Extreme.
Man muss vielmehr eine Kompetenz aufbauen, den einzelnen Kunden mit der Vielzahl an uns gebotenen Möglichkeiten (Vorgehensmodelle, Technologien, Methoden, ...) so zu beraten, dass er erlebbaren Mehrwert erhält, wann immer er uns anfragt. Dieses Ziel wird von vielen in der Branche heute aus vielfachen Gründen ignoriert.

Qualität erreiche ich nicht durch Wireframes, Qualität erreiche ich auch nicht mit TDD, Qualität erreiche ich, weil jeder im Team es will. Dass wir dazu Tools einsetzen, auf Methoden zurückgreifen oder gemeinsam zu Mittag essen, ist ein Implementierungsdetail von Qualität. Das interessiert den Kunden nicht. Wichtig ist, was für diesen dabei rumkommt.
06.10.2013
ffordermaier 8,4k 3 9
Schön :) - ach "it depends" wollte ich jetzt nicht anbringen. Ich glaube, dass ich in den meisten Projekten einfach eher auf Unit Tests verzichten könnte, als auf Wireframes
kleffel 06.10.2013
+: Wireframe ist per se Lo-Fi. Man kann von einem Hi-Fi Prototyp sprechen, aber nicht von einem Hi-Fi Wireframe (IMO)
kleffel 06.10.2013
+1 (leider nach wie vor nur virtuell)
Dem hab ich nichts hinzuzufügen. Setze sie auch seit Jahren ein (meist ist Balsamiq das Tool der Wahl), oft kommen auch Kunden schon von sich aus damit an.
Matthias Hlawatsch 06.10.2013

Stelle deine Wireframes-Frage jetzt!