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.NET C# Java Javascript Exception

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Als Folge der NSA-Ausspähaffäre hat sich die Stifung Warentest die Cloud-Speicherdienste insbesondere hinsichtlich Datensicherheit und Handhabung näher angeschaut. Das Ergebnis: Kein Cloud-Speicherdienst schneidet mit der Note „gut“ ab. Vor amerikanischen Servern wird gewarnt und wirklichen Datenschutz gibt es nur dann, wenn man sich selber – durch eigene Datenverschlüsselungen - darum kümmert. Und auch zur Datensicherung größerer Datenmengen eignet sich die Cloud nicht. Deckt sich das mit Euren Erfahrungen, nutzt Ihr überhaupt den Cloud-Datenspeicher privat und/oder im Unternehmen oder wie werden Daten bei Euch generell gesichert?
datenschutz cloud cloud-speicher datensicherungen speicherdienste stiftung-warentest
05.08.2013
Andreas_mod 1,2k 1 2 7
3 Beiträge
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Ich verfolge die Cloud-Speicher mit großem Interesse, bin aber schon lange der Meinung, das sie für sensible Daten generell nicht geeignet sind. Und auch private Daten lege ich äußerst ungern ab, auch wenn große Anbieter den Datenspeicher bereits kostenfrei verfügbar machen. Wer Daten in der Cloud speichert, muss sich tatsächlich gezielt mit der Datensicherheit auseinandersetzen, eigene Datensicherungskonzepte entwickeln und auf sinnvolle Verträge mit den Cloud-Anbietern achten. Im Unternehmen haben wir eigene NAS-Server und Server im Einsatz und dort werden die Unternehmensdaten sicher hinterlegt. RAID sorgt dabei dafür, das die Ausfallsicherheit erhöht und Datenverwaltung vereinfacht wird. Im Unternehmen und privat sind Cloud-Speicher für mich derzeit keine Alternative.
05.08.2013
Claus M. 2,9k 9
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Es ist schon reizvoll seine Daten immer und überall zur Verfügung zu haben. Ich nutze hierfür aber lieber USB-Sticks bzw. externe Festplatten. Ich habe zwar auch einen Skydrive-Account, den nutze ich aber nur für unverfängliche Dateien (wie z.B. meine Visual-Studio Einstellungen). Wenn ich mal andere Dateien auslagere, dann gtrundsätzlich nur verschlüsselt.

Meine Firma betreibt ein eigenes Rechenzentrum, so dass das Thema Cloud / Datensicherheit keine Rolle spielt (wir kümmern uns selbst darum). Der Kunde, für den ich zur Zeit arbeite hat seine IT-Infrastruktur outgesourced. Dort kann ich sehen, welche Probleme die Cloud im Business-Umfeld verursacht. Da die Server und Datenspeicher in den Rechenzentren des Dienstleisters lokalisert sind, und diese Rechenzentren über die ganze Welt verteilt sind, muss sehr darauf geachtet werden, welche Anwendungen wo gehostet werden, um die deutschen Datenschutzrichtlinien zu gewährleisten. Dies führt zu deutlichem Mehraufwand bei der Einführung von Anwendungen.

Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich immer einen Kostenvorteil bringt, IT-Dienstleistungen (gleich welcher Art) auszulagern, wenn man alle Kosten (auch die Kosten der Mitarbeiter, die länger brauchen um ein IT-Problem gelöst zu bekommen) zusammenrechnet.
06.08.2013
luedi 2,1k 1 9
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Privat nutze ich völlig schmerzfrei einen 100GB Cloudspeicher in einem deutschen Rechenzentrum. Die 100GB teilen sich auf in einige TrueCrypt Volumes. Ich habe diesen Speicherplatz als dritten Fallback meiner wirklich wichtigen Daten, neben externen Festplatten zuhause und bei Bekannten. Ob die NSA in meine TrueCrypt Laufwerke reinschauen kann, ist mir wurscht wie nochmal was. Mir ist wichtig, dass meine Daten gesichert sind. Ich hab sie ordentlich verschlüsselt, damit ist der Fall für mich erledigt.

Wenn es sich aber um Anwendungen mit personenbezogenen Daten handelt (wovon luedi spricht), dann wär ich auch vorsichtig. Solange es nur mich betrifft, bin ich schmerzfrei.

Wenn ich mir aber den Artikel der :-) Stiftung Warentest :-) ansehe...dass man da bedenkenlos im letzten Satz als Alternative eine externe Festplatte empfiehlt, find ich grenzwertig. Da werden Äpfel mit Birnen verglichen. Und die Kostenfrage muss auch jeder für sich entscheiden. Klar kann ich mir da die externe Festplatte schön rechnen, aber wenn meine Bude abbrennt, erwischts auch die externe Festplatte...
06.08.2013
ffordermaier 8,4k 3 9

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