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.NET C# Java Javascript Exception

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Tut sich ja nicht so viel in letzter Zeit in der Kaffeeküche, sind denn alle hier Teetrinker ;-) ... Deswegen jetzt mal wieder ein Diskussionsthema. Thema: siehe Überschrift. Nun, ich oute mich mal: Ich arbeite als Softwareentwickler, bin aber kein Informatiker, sondern Mathematiker. Wie siehts bei euch aus? Gibts hier auch Physiker, oder ganz andere Ausbildungen? Was denkt ihr über "Fachfremde" als Softwareentwickler? In welchen Gebieten sind sie sinnvoll (Algorithmen etc.), in welchen weniger (UI,...)? Freue mich auf Feedback!
softwareentwicklung
07.02.2012
Eiger 1,9k 1 8
Ist ja interessant, für was die Leute Minusbewertungen geben... Wieso gibts für meine Frage eine negative Bewertung???
Eiger 08.02.2012
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Muss ein Informatik-Absolvent von der Uni gewesen sein ;-)
puls200 08.02.2012
Oder ein Teetrinker ;-)
Eiger 08.02.2012
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Positive ist für ein Informatiker, wenn als Ergebnis minus eins rauskommt =)
McSteel 10.02.2012
10 Beiträge
1
Mal ganz kurz: ich habe auch Mathe studiert, aber nach 12 Jahren Berufserfahrung als Software-Entwickler fühlt es sich inzwischen etwas merkwürdig an, mich als Mathematiker zu bezeichnen.

Unter meinen aktuellen und ehemaligen Kollegen gibt es gleichermaßen Informatiker wie "Fachfremde" (vor allem Mathematiker und Naturwissenschaftler) - einen großen Unterschied hat das für mich bislang nicht gemacht. Das, was ich über mein Metier lernen mußte (und dank meines ersten Arbeitgebers und den Menschen dort auch konnte), bringen nach meiner Erfahrung auch die wenigsten Informatiker von der Uni mit.
07.02.2012
Matthias Hlawatsch 8,4k 2 8
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Ich war nicht an der Uni (Überlege ob ich das noch mache oder auch nicht ... :|), hab eine Ausbildung zum Fachinformatiker AWE gemacht - Nach der Ausbildung seit 4 Jahren fest angestellt. Ein paar von der Uni waren hier und haben sich auf eine offene Stelle beworfen - Bis jetzt hat keiner den Job bekommen. Ich glaube das mittlerweile Berufserfahrung mehr zählt als Studium und kann daher deinem letzten Satz ganz besonders zu stimmen. (Was nicht heißt das Leute von der Uni schlecht/er sind!!! Anders.)
Nicolai Schönberg 07.02.2012
7
Ich selbst bin ja "nur" Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung und muss sagen, dass meine Ausbildung für den Arsch war. Ist halt sehr davon abhängig, wen man als Ausbilder hat. Meiner war auf dem Gebiet eine Katastrophe, weil er nichts mit dem Thema zu tun hatte.
Die Schule war dann noch ein Stück schlimmer, der Unterricht hat sich dort am schwächsten Glied orientiert und ich sage euch, das war ein sehr schwaches Glied. Denke nach zwei Schuljahren gab es immer noch Leute, die keine While-Schleife ohne Hilfe hinbekommen haben (kein Scherz).
Genau so kenne ich aber auch Studenten (oft dann eher in Richtung Wirtschaftsinformatik), die den Teil mit den Computern eher als lästig ansehen, es aber wohl besser klingt, wenn irgendwo ein "Informatik" im Titel steckt. (sind natürlich nicht alle so)

Was ich damit sagen möchte: Entwickler lernen im Alltag, jeden Tag. Wenn sie Leute um sich haben, die ihnen dann auch was zeigen können, dann geht das schneller und besser, während es ansonsten halt länger dauert. Der Großteil findet aber autodidaktisch statt. Da finde ich es ziemlich egal, ob derjenige eigentlich Mathematiker, Physiker, etc. ist, wenn er sich das entsprechende Wissen angeeignet hat, dann wird er in der Praxis auch sehr gut sein. Da fehlen dann vielleicht mal ein paar Detailkenntnisse, wenn diese für den Alltag nicht relevant sind, aber ansonsten...

Um es kurz zu sagen:
Den schlechtesten Entwickler, den ich getroffen hab, war ein fertiger Student mit Informatikstudium.
Den besten Entwickler, den ich getroffen hab, war ein Physiker.
07.02.2012
Feroc 1,1k 1 8
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Ich bin Elektroingenieurin und gehöre zum letzten Jahrgang E-Techniker der TU Darmstadt, die keine Pflichtvorlesung in programmieren hatten. Habe mir alles mehr oder weniger selbst beigebracht, von Kollegen gelernt, den ein oder anderen Kurs besucht. Ich arbeite in einem kleinen Ingenieurbüro zusammen mit zwei anderen Elektroingenieuren. Wir machen viel hardwarenahe Software, Datenerfassung, Datenauswertung, auch etwas Hardware. Wir bekommen auch Aufträge von Firmen, in denen hauptsächlich Informatiker arbeiten, denn wir können offensichtlich Dinge, die Informatiker nicht können. Gerade z.B. entwickele ich eine Lernsoftware für Akustik, und die Lehrer der Berufsschule, für die diese Software ist, sind immer wieder erfreut über unsere Ideen und Verbesserungsvorschläge - so weit z.Thema "in welchen weniger (UI,...)".

Ich kenne sehr gute Informatiker, aber ich kenne auch Pfeifen in diesem Beruf. Ich kennne einen sehr guten Softwareentwickler, der von Hause aus Psychologe ist. Ich kenne auch "fachfremde" Softwareentwickler, die besser etwas anderes machen sollten. Was man aus seinem erlernten Beruf macht, hängt von einem selbst ab. Dazulernen gehört in einem technischen Beruf immer dazu.

Informatiker bringen aus ihrer Ausbildung bestimmt einiges mit, was mir oder anderen fachfremden Softwareentwicklern fehlt. Dafür bringe ich manches mit, was den Informatikern fehlt. Also, was soll's. Passt schon.
07.02.2012
KN 1,4k 7
1
Aus den bisherigen Kommentaren kann man herausdestillieren, dass die Ausbildung keine (große) Rolle spielt, ob ein Informatiker in seinem Beruf Erfolg hat.

Könnte man damit nicht umgekehrt argumentieren, dass Informatik als Studienfach überflüssig ist?
07.02.2012
puls200 3,3k 6
Nein, das denke ich nicht. Verschiedene Fähigkeiten ergänzen sich.
KN 07.02.2012
Reine Informatik produziert Fachkräfte ohne Branchen-Knowhow. Können Sie also Wissen beisteuern, dass die Quereinsteiger nicht haben?
puls200 07.02.2012
Ich glaube, so allgemein kann man das nicht sagen. Mein Sohn ist kurz vor dem Informatik-Master-Abschluss. Er hat Branchenwissen in vielen Bereichen, jobbt seit vielen Jahren in verschiedenen Firmen. Wenn ich sehe, was er lernt, dann wüsste ich bei manchen Themen nicht, wie ich es angehen würde.
KN 07.02.2012
2
Ich denke der Studiengang ist gut um einen kick in mehrere Themenbereiche der Informatik zu bekommen, sowie praktische und theoretische Erfahrung im kleinen Maße. Jedenfalls erlebe ich so die Erfahrungsberichte eines guten Freundes der zur Zeit technische Informatik studiert. Ich denke er wird sich nach seinem Studium einen Bereich der ihm am besten gefällt raussuchen und sich in dieser Richtung weiter entwickeln. Er wird nicht in das Berufsleben einsteigen und mit jemandem mit halten können der seinen Beruf 3+ Jahre ausführt und daran interessiert ist besser zu werden. Er wird mehr können als
Nicolai Schönberg 07.02.2012
... als Fachinformatiker AWE, die keinen guten Ausbilder hatten. Der Rest ist imho Eigeninitiative
Nicolai Schönberg 07.02.2012
1
Ich fasse zusammen: Der Studiengang Informatik an der Uni: Nicht sinnlos, sondern nur überbewertet!
:-) Danke für die regen Kommentare :-)
puls200 07.02.2012
Überbewertet was das Fachliche angeht ja - Was das Gehalt angeht meistens nicht - Nicht so sicher ~ Ist auch ein Grund warum ich überlege noch zur Uni zu gehen oder ob ich es lasse ^^
Nicolai Schönberg 07.02.2012
1
Ich bin auch Elektroingenieur für Informations- und Nachrichtentechnik, arbeite aber seit dem Ende meines Studiums als Softwareentwickler. Ich denke, dass es egal ist welche Ausbildung man hat, wichtig ist nur, ob man programmieren kann oder nicht. Wichtiger ist meiner Meinung nach, dass man strukturiert arbeiten kann und die anerkannten Methoden der Softwareprogrammierung beherrscht (OOD, Pattern, etc).

Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass 2 meiner ehemaligen Arbeitgeber mir die Stelle nicht gegeben hätten, wäre ich Informatiker. Denen war es sehr wichtig, dass man eben kein Informatiker war. Als Grund haben die fehlendes technisches Wissen aufgeführt.
Also mir hat es somit bei der Stellenauswahl eher geholfen kein Informatiker zu sein.
Aber das kann man sicherlich nicht verallgemeinern.
07.02.2012
multi1209 309 6
1
@puls200: Nein, ich halte das Studienfach Informatik bei weitem nicht für überflüssig. Meiner Meinung ist es nur keine besonders herausragende (und schon gar nicht die allein zum Ziel führende) Berufsausbildung für Softwareentwickler (in der Regel aber auch keine schlechte). Das gilt aber für viele Uni-Studienfächer (mit FHs kenne ich mich zuwenig aus, dort soll die Praxisorientierung ja höher sein).
Die Universität ist von ihrer Grundidee und Tradition her ein Ort, an dem Wissenschaft betrieben wird. Nach meiner persönlichen Erfahrung ist das auch nach wie vor das, was sie am besten kann. Es gibt in der Informatik sicher eine Menge zu erforschen und auf eine wissenschaftlich fundierte Grundlage zu stellen, und Leute zu befähigen, darin großes zu leisten, halte ich für gut und wichtig. Nur soll man eben nicht erwarten, dass jeder, der sich ein paar Jahre auf diese Weise mit Informatik befasst hat, ein guter Sofwtareentwickler ist oder auch nur ein besserer als andere, die auf anderem Weg in diesen Beruf gefunden und sich dort eingearbeitet haben.
07.02.2012
Matthias Hlawatsch 8,4k 2 8
Das betrifft nicht nur die Unis, auch an der dualen Hochschule gibt es z.B. "Angewandte Informatik" als Studienfach und die duale Hochschule hat nun mit der reinen Wissenschaft doch eher weniger am Hut. Bei den FH's ist es ähnlich.
puls200 07.02.2012
http://de.wikipedia.org/wiki/Duale_Hochschule_Baden-W%C3%BCrttemberg
(für alle, die wie ich davon noch nie was gehört hatten)
Matthias Hlawatsch 07.02.2012
Oh, ich vergesse immer dass es die nicht D-Land weit gibt. Mea culpa.
puls200 07.02.2012
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Ich find, ohne Theorie geht's nicht wirklich gut.
Als Beispiel. In dem MSDN-Foren wird so häufig die Frage gestellt, wie man eine Programmiersprache oder HTML mit regulären Ausdrücken in den Griff bekommen kann, dass einem Informatiker schlecht werden sollte (auch hier wurde die Frage schon gestellt).
Ähnliches gilt für den anscheinend immer wiederkehrenden Versuch, etwas mehrfach zu komprimieren (in der Erwartung der immer gleichen Kompressionsrate). Obwohl schon theoretisch unmöglich (inkl. mathematischem Beweis) wird es immer wieder versucht (in letzter Zeit hab ich allerdings seltener davon gelesen).

Die Theorie kann (und muss) man sich aber selbst beibringen, oder eben an der Hochschule gezwungen werden, diese zu lernen - vollkommen egal. Nach dem Studium soll und darf ja auch nicht Schluss sein mit Lernen.
Daher seh' ich die Hochschule eher als Steighilfe an, um die Hürden (vor allem) der blanken Theorie mit Mitstreitern und Tutoren zu meistern - aber keineswegs als Notwendigkeit. Egal für welche Anforderung.

Programmieren kann man ohne das alles. Software entwickeln dagegen nicht ;)

Bin im Übrigen vollkommen Fachfremd, aber seit 2001 selbstständig als Entwickler tätig und befasse mich zur Zeit vor allem mit neuronalen Netzen, Bilderkennung/-bearbeitung und nebenbei mit statischer Codeanalyse und Code Coverage (für Javascript)... (viel Theorie *g*)

Ich weiß zwar ungefähr was gemeint ist, die Unterscheidung zwischen UI und Algorithmen klingt aber recht abwertend und würde ich so nicht stehen lassen. Ich versteh den Unterschied auch nicht wirklich (UI wird an sich/im Idealfall vom Grafiker erstellt).
08.02.2012
WolfgangKluge 1,0k 1 5
Hallo Wolfgang, nun ka. Ich meinerseits arbeite in einem Entwicklungsteam aus 4 Mitarbeitern. Sich da noch einen Grafiker für das UI zu leisten ist utopisch. Wieso ist die Unterscheidung UI<->Algorithmen abwertend???
Eiger 08.02.2012
1
Mit viel mehr arbeite ich auch selten zusammen (Core-Team besteht aus 4 Entwicklern und einem Grafiker). Da wir ursprünglich recht Grafiklastig waren, war der Grafiker pflicht (um nicht zu sagen, der hat die Sache auf die Beine gestellt *g*).
UI kann auch ausgelagert werden - lass die Profis dran ;)

Die Unterscheidung zwischen den Beiden ist klarer Natur - im Zusammenhang mit studiert/nicht (das richtige) studiert "klingt" es aber abwertend (UI kann jeder, von Algorithmen verstehen nur absolvierte Informatiker was). Ist ähnlich wie "Klickibunti vs. Linux"
WolfgangKluge 08.02.2012
Na ja, also es kommt wohl auch auf die Anwendung drauf an. Ich denke, unsere Anwendungen benötigen keinen extra Grafiker für das UI, es ist nicht sonderlich komplex... Das mit den Algorithmen habe ich eher andersrum gemeint... z.B. berechnende Algorithmen (z.B. CAD-Anwendungen), die im Hintergrund ablaufen und keinen direkten Bezug zum Anwender haben, sind vielleicht eher für fachspezifische Leute was, weil sie die Fachtheorie gelernt haben. UI ist vielleicht eher was für Informatiker, weil die die Anwendungsenwticklung explizit gelernt haben. So war meine Frage gemeint! "Klickibunti" hihi ;-)
Eiger 08.02.2012
Das ist, was ich gemeint hab - Du musst die Theorie drauf haben. Doch so speziell wie die Probleme sind, wird dir das keine Hochschule geben können. D.h. lernen muss man den Stoff sowieso - egal ob man vorher Handwerker war, Mathe studiert hat oder Informatik.
Der Vorteil nach dem Studium ist wohl eher, dass man eine strukturierte Herangehensweise an fachliche Probleme lernen musste und man schon mal einen Fachaufsatz gelesen (bzw. selbst verfasst) hat. Das hilft sicherlich bei der Lösung - aber da hilft Dir auch Jura weiter ;)
Das was fachlich an der Uni gelehrt wird, ist IMO überbewertet.
WolfgangKluge 08.02.2012
1
Die Mehrzahl meiner Kunden sieht das anders als Wolfgang und andere, die hier für die Theorie eine Lanze brechen: Gut strukturierter Code ist wichtig für mich und für meine Kollegen, und wenn und soweit es dafür theoretisches Wissen braucht, auch dieses.

Den Nutzern ohne IT-Hintergrund ist eine klare, ergonomische Benutzerführung wichtig (das ist die UI, nicht die Bildchen auf den Schaltflächen; wenn der Grafiker das Softwaredesign in diesem Sinn beherrscht, kann er das mitmachen, aber zuständig ist er für das UI in diesem Sinn sicher nicht!). Weiter ist dem Kunden eine fehlertolerante Software wichtig.

Das alles heißt, ein Handbuch sollte überflüssig sein, schon gar sollte es kein Handbuchstudium erfordern, Fehler zu vermeiden oder zu verstehen.

Wichtig für den Kunden weiter: die Produktlebenszeitbetreuung durch die Entwickler. Heißt nicht, dass der Entwickler First-Level-Support machen sollte, aber er sollte beobachten, wie das Produkt beim Kunden ankommt, und ständig bereit sein, darauf zu reagieren. Alles sonst Gesagte, strukturiertes Arbeiten, Teamorientierung würde ich noch ergänzen, braucht der Entwickler / Designer / Engineer, um kundenorientiert gut arbeiten zu können. Aber mit dem systematischen, theoretisch fundierten Handwerkszeug fängt es erst an, für sich genommen ist es wertlos.

Diese Unterteilung in die so hochstehende theoretische und die belächelte praktische Arbeit ist so deutsch: Lehrer, die gut in ihren Unterrichtsfächern sind, sind gute Lehrer, von außen betrachtet. Was für ein Quatsch. Die wirklichen Pädagogen finden sich wahrscheinlich eher unter GrundschullehrerInnen und ErzieherInnen, vulgo "Kindergärtnerinnen". Natürlich gibt es auch gute Gymnasiallehrer und Hochschulprofessoren, aber wer wie ich gute Didaktik und Pädagogik erwartet, der sieht es nach "oben hin" immer dünner werden.

Ich bin jederzeit für eine auch theoretisch fundierte, systematische Fortbildung im Coden und im theoretischen Hintergrund des Softwaredesigns, aber nein: UI als Klickibunti abzutun, ist Quatsch. Bei der Benutzerführung, der Softwareergonomie im tiefergehenden, gut verstandenen Sinn passiert das Wesentliche.

Für mich persönlich ist die schönste Oberfläche die Konsole, ich rede hier nicht der Mausschubserei an sich das Wort. Für die Mehrheit der Nutzer ist Fensterln mit Mäuschen das Normale. Überheblich, das zu belächeln und herunterzuspielen.

Ich hab kein Studium abgeschlossen, nicht mal eine IT-spezifische Ausbildung absolviert. Ich glaube, dass gerade deshalb die meisten Kunden auch mit dem Entwicklungsanteil meiner Arbeit meistens zufrieden sind.
09.02.2012
mupan 367 6
Was einem als Fachfremder in der IT begegnet, ist aber noch harmlos. Jeder Physiker, der im Krankenhaus "unter" Ärzten gearbeitet hat, weiß zu schätzen, dass die meisten IT-Profis eigentlich ganz umgängliche Leute sind. Im Krankenhaus haben die Ärzte auch immer noch viel Macht, in IT-Unternehmen sind es häufig die BWLer, die uneingeschränkt regieren. Da sind die IT-Profis im gleichen Boot mit den "Quereinsteigern".
mupan 09.02.2012
1
"Ich hab kein Studium abgeschlossen, nicht mal eine IT-spezifische Ausbildung absolviert. Ich glaube, dass gerade deshalb die meisten Kunden auch mit dem Entwicklungsanteil meiner Arbeit meistens zufrieden sind."
Das verstehe ich nicht und konnte es auch nicht aus deinen Ausführungen weiter oben herauslesen. Du meinst also, dass ein IT-Spezifische Ausbildung eher ein Nachteil ist?
puls200 09.02.2012
Ich meine, es ist schwerer, Kundenanforderungen zu verstehen, wenn man nie in ihrer Lage vor dem Computer gesessen und einfach eine bestimmte Aufgabe erledigen wollte. Und vor allem Anderen steht das gründliche, detailgenaue und "demütige" Verstehen der Anforderung. Wie wird die Aufgabe jetzt erledigt, was ist dabei zu beachten? Überlegenes Fachwissen des Arbeitsgegenstands und / oder der IT-Technologie stellt sich gelegentlich als Hindernis heraus, sich über die Anforderung zu verständigen.
mupan 09.02.2012
Verstehe ich auch nicht ganz... Sicher lässt sich drüber streiten, was eine IT sprezifische Ausbildung für Vorteile bringt. Aber wo sind die Nachteile? Generell kann ich leider mupans Ausführung nicht ganz folgen...z.B. "Für mich persönlich ist die schönste Oberfläche die Konsole, ich rede hier nicht der Mausschubserei an sich das Wort. " Hä?
Eiger 09.02.2012
Ich sprach gerade von einem gut durchdachten UI. Die muss natürlich für den Enduser graphisch sein. Ich erledige selbst viele Aufgaben lieber auf der Befehlszeile. Was ist daran so schwer?
mupan 09.02.2012
@Eiger: Nachteilig ist, wenn und soweit eine Ausbildung auf Fachwissen fokussiert, statt auf dessen praktische, nutzerbezogene Anwendung den mindestens gleichen Wert zu legen.
mupan 09.02.2012
Am besten für den IT-fremden Nutzer ist, wenn sich IT-Fachwissen, Fachwissen des Programmgegenstands und die Genauigkeit bei der Anforderungserhebung in möglichst wenig Ansprechpartnern konzentrieren, und wenn die wenigen untereinander und mit dem Nutzer zusammenarbeiten. Das ist primär eine Frage der Haltung, wer will, der kann in der Regel auch. Und den Willen bringen viele IT-Profis auch mit.
mupan 10.02.2012
Du hast meinen Beitrag nicht wirklich gelesen, oder?.
Ich bin Praktiker - aber ohne Theorie geht nirgendwo irgendwas, auch nicht in der Informatik. Je mehr (fundiertes) theoretisches Wissen vorhanden ist, desto weniger kostet es letztendlich den Kunden, da viele unnötige Versuche ausbleiben können.
"Klickibunti vs. Linux" war ein Negativbeispiel aus den Heise-Freitags-Kriegen.
WolfgangKluge 10.02.2012
Doch schon ... und deshalb wollte ich ja einen anderen Schwerpunkt setzen. Ich setze einfach einen anderen Schwerpunkt als du und bin dann wohl anderer Meinung als du, soll's ja geben. ;-)

Also scroogle oder wikipedia erklärt mir die Heise-Freitags-Kriege nicht, und eine Suche auf heise.de nach Freitags-Kriegen auch nicht. Ein scroogle nach "freitags kriege site:heise.de" fördert immerhin http://www.heise.de/mac-and-i/news/foren/S-Re-Apple-hat-Recht/forum-221180/msg-21386103/read/ zutage, also vermute ich mal, dass es um ideologisch geführte Betriebssystemsfavoritendiskussionen geht.
mupan 10.02.2012
Immer noch nicht. Wir setzen ungefähr den gleichen Schwerpunkt ;)
Ich mag Windows, Linux und Mac, ich mag Mobile Devices (bisher egal welche), ich mag bunt - ich mag aber auch console. Hat alles seine Vor-/Nachteile ;) Ich mag keine Lager. Ich trag' noch nicht mal T-Shirts mit Werbung für eine bestimmte Schuhmarke oder nen Verein.
Ich mag Theorie, ich mag Praxis - ich kann aber nicht dass eine durch das andere ausschließen. Das läuft nur zusammen.

Deine Meinung hab ich im Übrigen überhaupt nicht aufgegriffen (geschweige denn infrage gestellt)?!
http://heise.forenwiki.de/index.php?title=Flame
WolfgangKluge 10.02.2012
1
Was mir an dieser Diskussion auffällt: in etlichen Beiträgen und Kommentaren schwingt so ein "die einen können das (nicht), die anderen können das (nicht)" mit. Das ist mir zu flach. Natürlich haben Informatiker durch ihre Ausbildung einen guten Überblick über alle möglichen Techniken, haben hoffentlich etwas von Systematik gehört. Aber dadurch werden sie doch nicht automatisch zu Fachidioten! Und die fachfremden Softwareentwickler sind doch nicht alleine dadurch, dass sie das Fach nicht systematisch gelernt haben, besser für irgend einen Bereich qualifiziert. Es hängt doch immer von der Person ab, ob jemand über den Tellerrand schauen kann oder nicht. Ich kenne den tollen Systematiker, der so komplexe Strukturen entwirft, dass der Rest des Teams sie nicht versteht. Ich kenne den chaotischen Programmierer, der tolle Oberflächen entwirft. Und und und...
Alle, Informatiker und fachfremde Softwareentwickler, haben ihre persönlichen Stärken und Schwächen. Wie ich schon weiter oben geschrieben habe, ist es gut, wenn verschiedene Persönlichkeiten in einem Team arbeiten und sich ergänzen. Und noch besser wird es, wenn die Unterschiedlichkeit als Bereicherung empfunden wird und nicht zu Konkurrenzdenken im Team führt. Auch letzteres habe ich leider schon öfter erlebt (glücklicherweise nicht in dem Team, in dem ich jetzt arbeite).
10.02.2012
KN 1,4k 7
Das ist das, was ich in meinem Kommentar gesagt habe:

"Am besten für den IT-fremden Nutzer ist, wenn sich IT-Fachwissen, Fachwissen des Programmgegenstands und die Genauigkeit bei der Anforderungserhebung in möglichst wenig Ansprechpartnern konzentrieren, und wenn die wenigen untereinander und mit dem Nutzer zusammenarbeiten. Das ist primär eine Frage der Haltung, wer will, der kann in der Regel auch. ..."

Die ersten Beiträge dieses threads, auch deiner, haben auf die Unterschiede fokussiert. Ich wollte genau auf die fruchtbare Zusammenarbeit auf Augenhöhe raus.
mupan 10.02.2012
Mein erster Kommentar hat auf die Unterschiede fokussiert? Hmmm, da muss ich mich aber unklar ausgedrückt haben. Ich lese da etwas anderes. Aber gut, wenn das nun klargestellt ist.
KN 10.02.2012
0
Ich mache zur Zeit ein Ausbildung zum Anwendungsentwickler, habe aber Rechtswissenschaften studiert. Ich muss sagen programmieren macht mehr Spaß, aber man muss sehr viel zeit investieren um vernünftig etwas auf die Beine zu stellen. Was meine Erfahrung ist, ist das man während der Ausbildung so gut wie nix lernt. Man muss vieles sich selbst aneignen und dies gestaltet sich oft schwierig. Wirklich profitiert man nur, wenn man an realen Projekten mitarbeitet und Problemlösungen findet.Ich kann nur jedem empfehlen, wenn er die Zeit, so viele Praktika wie möglich zu machen.
15.02.2012
N00b 11 2

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