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.NET C# Java Javascript Exception

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Hallo zusammen,

Wie ist es, wenn ich im Auftrag für jemanden eine Internetplattform erstelle und es gibt rechtliche Probleme. Ich meine damit, wie ist es, wenn jemand gegen den Seitenanbieter klagt. Wer haftet für die Inhalte. Der Hoster (es läuft auf meinem Server), der Ersteller (das wäre auch ich) oder derjenige dessen Name im Impressum steht?
Kann man sich da mit einem "Schrieb" absichern, dass man da außen vor ist? Oder zählt da das Impressum.
News:
30.05.2011
phlow666 922 1 9
5 Antworten
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Wenn Du nur umsetzt, was Dein Kunde konzipiert hat, dann haftest Du weder für konzeptionelle Fehler wie z.B. fehlende AGB, weder für möglicherweise rechtswidrige Inhalte auf dieser Plattform. Dafür haftet ausschließlich der Betreiber. Die Haftung für eine Site hat daher immer der Betreiber, der im Impressum steht, wenn es aber auf Deinem Server liegt, kann im rnstfall / Schadensfall durchaus eine Mitstörerhaftung von Dir in Frage kommen. Das solltest Du, wie die vielen Provider auch, dadurch abwenden, dass Dein Kunde Dir beim Hosting.Vertrag die Klausel mitunterzeichnet, dass er nur rechtmäßige Angebote betreibt und er Dich im Fall von Rechtsbrüchen von jeglicher Haftung freistellt. Weiterhin ist Dir dann zuzumuten, dass Du bei Kenntnis von Rechtsverstößen spätedtens nach einem Hinweis die entsprechenden Daten sperrst oder löschst.

Prinzipiell würde ich Dir empfehlen, Dich da anwaltlich beraten zu lassen oder Dir von einem Anwalt eine Mustervereinbarung erstellen zu lassen, die Dich schützt und die Haftung auf den Betreiber der Site beschränkt. Ich empfehle den Leuten in solchen Fällen immer, schon in der Konzeptionsphase einen Anwalt hinzuzuziehen, wenn es möglicherweise Probleme geben könnten oder der Kunde noch keine Vorstellung davon hat, wie er seine Abläufe rechtssicher gestalten kann. Grundsätzlich ist das ein Thema, das Dich nicht tangieren muss, sondern im Verantwortungsbereich des Auftraggebers liegt.
30.05.2011
daniel.weber 111 2
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Ich hoffe du bist Anwalt, ansonsten sind so konkrete Aussagen gefährlich. Die Herrn Abmahnanwälte sind überall vertreten. Rate hier zur Vorsicht
Richard 30.05.2011
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Das war ein allgemein gehaltener Kommentar, aber es ist ja wohl auch klar, dass für ein rechtswidriges Angebot der Bettreiber haftet und nicht der Entwickler oder Hoster - von Ausnahmen einmal abgesehen, wenn es z. B. um offen kriminelle Aktivitäten geht. Im Übrigen habe ich letztlich auch dazu geraten, dass er und / oder sein Auftraggeber sich dazu konkret von einem Anwalt beraten lassen soll, wo ist also das Problem?
daniel.weber 30.05.2011
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Hallo,
ich würde Dir dringend Raten einen Anwalt zu bemühen. Das ist die einzige Möglichkweit eine rechtsverbindliche Auskunft zu bekommen. Eine Platform wie Codekicker KANN UND DARF NICHT eine Rechtsberatung durchführen.
30.05.2011
Jaksa 4,0k 1 8
Ist schon klar. Ich dachte mir nur, dass jemand schon Erfahrungen in der Richtung hat.
phlow666 30.05.2011
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Es gibt fertige Musterverträge, schaue Dir z.B. http://haerting.de/de/3_lawraw/vertragstexte/ an. Ich kann Dir aber nicht sagen, ob diese auch rechtssicher sind.
Jaksa 30.05.2011
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Rechtsberatung in den Angebotspreis gleich am besten einkalkulieren.
nabuchodonossor 30.05.2011
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Also ich würde auch einen fachkundigen Anwalt aufsuchen und mich beraten lassen. Der sollte dann schon wissen worauf zu achten ist und welche Details zu regeln sind. Musterverträge und Artikel helfen sicher denjenigen, die sich mit der Materie auskennen. Das Vokabular von solchen Verträgen ist aber eine eigene Welt für sich und als Laie hat man schnell mal etwas falsch interpretiert.
30.05.2011
Joachim 3,1k 4 9
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In der Tat. Teils reicht es ja schon, wenn man in AGB statt "zwei Wochen" z.B. "14 Tage" schreibt (oder umgekehrt), um sich unnötige Probleme ans Bein zu binden.
daniel.weber 30.05.2011
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Rechtssichere Auskünfte sind so eine Sache.

Anwälte: Hier rate ich zum FACHANWALT.

Der ganze Internetbereich ist immer noch so neu das man ständig von sich teilweise widersprechenden Urteilen liest (Beispiel ABO Abzocke), zumal eine Internetplattform ja auch ein weites Feld ist oder besser ein sehr komplexes Feld ist.
Komplexe Dinge die sich an Gummiparagrafen orientieren müssen sind immer zu einem guten Teil Auslegungssache; Mit etwas Mühe findet man dann immer einen Richter der die Sache oder einen Teilaspekt anders sieht als dein Anwalt.
Und dann gilt wie immer: Auf See und vor Gericht ist man in Gottes Hand.
30.05.2011
Richard 391 7
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Auch ich rate dir zu einem FACHanwalt. Um einen ersten Überblick zu bekommen, könntest du auf heise.de suchen. In der ct stehen zu diesem ganzen Bereich immer wieder gute und fundierte Artikel.
30.05.2011
KN 1,7k 1 8

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