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.NET C# Java Javascript Exception

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Ich habe gelesen, das man mit dem Minicomputer Raspberry Pi, der mit Linux-Betriebssystem und einem ARM-Prozessor ausgestattet ist – einen kleinen und kostengünstigen Rechner (ca. 40 €) für die Haussteuerung bzw. –automation erhält. Als Programmiersprache soll interpretiertes Python genutzt werden. Wo findet man nähere Hinweise oder Online-Informationen dazu, ob man den Rechner auch ohne Hardware-Anpassungen (via Lötkolben) flexibel nutzen kann, ob es alternative Programmiersprachen gibt und welche Möglichkeiten es generell im Rahmen der Hausautomation und deren Programmierung gibt? Und gibt es eigentlich Unterschiede zwischen den aktuell erhältlichen Raspberry-Pi-Angeboten?
06.08.2013
HW 31 4
2 Antworten
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Einige meiner Bekannten und ich selbst haben einen RaspBi. Du hast vielfältige Möglichkeiten, es ist ein kleiner vollwertiger Rechner, mit Audio, HDMI, USB, ... Nicht der schnellste, aber für viele Zwecke ausreichend. Es gibt eine spezielle Linux-Distribution dafür, Raspbian.
Wir haben VPN Zugang, HomeEntertainment und ne Jenkins-Ampel damit realisiert. Für NAS ist er ein bisschen langsam, wir haben es mit Samba versucht, aber so richtig glücklich wird man damit nicht.
Programmieren kannst Du auch in .NET, dazu musst Du nur Mono auf dem Gerät installieren. Klappt einwandfrei. Einen GHC bekommst Du sicher auch dafür, damit geht auch Haskell (eine verkannte Sprache). Bestimmt gehen noch andere...
Zum Thema Lötkolben und Automation kann ich nur sagen, dass das Gerät ein paar GPIO hat, die Du ansteuern kannst und die Du wiederum dazu verwenden kannst, Relais oder Ähnliches zu schalten; oder über den USB Port. Es gibt mittlerweile auch einige Erweiterungsboards auf dem Markt, ob da speziell was für Hausautomation dabei ist, kann ich Dir leider nicht sagen.
Ich hab auch nur eine vage Vorstellung, was Hausautomation alles bedeutet, aber eine kurze Suche zeigt mir, dass dort bereits ein Markt existiert. Wenn Du das Ganze natürlich selbst bauen möchtest, ist ein Raspberry Pi sicherlich eine kostengünstige Ausgangsposition, vor allem auch deshlab, weil mittlerweile schon eine ordentliche Community drumherum existiert, über die Du weitere Informationen beziehen kannst.
06.08.2013
ffordermaier 8,4k 3 9
Danke für diese Infos. Unter http://raspberrycenter.de/handbuch/liste-programmiersprachen-raspberry-pi gibt es ein Online-Handbuch, das Infos zu weiteren Programmiersprachen macht. .NET wird hier aber nicht erwähnt, Dein Hinweis das es mit Mono klappt, hilft sehr :-). Außerdem habe ich mittlerweile das Buch "Hausautomation mit Raspberry Pi" gefunden, siehe hier: http://www.amazon.de/Hausautomation-mit-Raspberry-Pi-Alarmanlage/dp/3645602755
HW 08.08.2013
Freut mich, wenn ich helfen konnte :-)
ffordermaier 08.08.2013
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Obwohl ich eigentlich in der Windows-Welt und damit .Net zuhause bin, habe ich den kleinen RasPi zuhause. Ich bezeichne ihn gerne als kleinsten PC der Welt, hat er im Gehäuse schließlich die Größe einer Zigarettenschachtel :-)

Es gibt 2 Versionen des RasPis: Version A kommt mit 256 MB Memory, 1 USB, dagegen kommt B mit 512 MB, 2 USB und 1 100 MBit-Lan. Preislich unterscheiden sich die beiden bei der Stiftung um nur 10 $. Meinen RasPi hatte ich auf Amazon bei einem Händler bestellt, das ist unter dem Strich auch nicht viel Teurer, bietet aber dafür halt in der Regel den Service, gleich z. B. das benötigte Gehäuse oder ein Netzteil mitzubestellen. Beide Versionen kann man übrigens ohne Garantieverlust über das raspi-config auf 1000 MHz übertakten (Standard 700 MHz). Meinen lasse ich mit 800 MHz laufen, da ist die Wärmeentwicklung nicht ganz so heftig. Übrigens (wenn ich gerade nicht irre) ist das ein ArmV6.

Solltest Du Deine Automation mit Mono oder Java laufen lassen wollen, musst Du darauf achten, dass Du das Softfloat-Rasbian (so nennt sich das Debian-Derivat für den RasPi) auf die SD-Karte ziehst, sonst gibt es Probleme. Inzwischen gibt es auch einige Adapterkarten auf dem Markt, die die GPIO-Pins leichter abgreifbar machen. Damit habe ich allerdings noch keine Erfahrungen.

Und wenn Du glaubst, Du könntest mal einen Kernel kompilieren: das habe ich auch mal probiert. Plane mal lieber 2-3 Stunden dafür ein, der RasPi ist kein Rechenwunder. Von der Rechenleistung her würde ich mal schätzen, man geht aus der PC-Welt 10 Jahre zurück ;-)

Ein paar Links:
Raspberry Pi Foundation http://www.raspberrypi.org/
TheMagPi, eine digitale Zeitschrift für den RasPi http://www.themagpi.com/
13.08.2013
muffi 1,4k 1 9
Danke, das war sehr informativ!
HW 16.08.2013

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