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.NET C# Java Javascript Exception

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Ich entwickle Internetseiten im Kundenauftrag und verwende dazu auch JavaScript. Je nach Vertrag haben manche Kunden keine Berechtigung, den Code einfach zu kopieren (alles schon passiert) und anderweitig zu nutzen. Gibt es ein Möglichkeit, die Skripte in irgendeiner Form zumindest ein wenig abzusichern?
13.12.2011
coder_2010 31 1 2
4 Antworten
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Hallo,

du hast mehrere Möglichkeiten

a) Du setzt dein Copyright drauf und lizensierst den Code entsprechend. Wenn das Copyright verletzt wird kannst du deine Rechte geltend machen.

b) Du kannst den JavaScript Code für menschen unleserlich machen / verschlüsseln. Diese Technik wird "obfuscation" genannt. Es gibt dafür online ein paar Tools wie zum Beispiel dieses hier: Online Obfuscator. Das ist aber kein 100%iger Schutz - Der JavaScript Code kann trotzdem kopiert werden. Er ist genau so wie vorher aufrufbar, bloß ist nicht sofort zu verstehen was der Code tut. Zu bedenken ist auch: Wo es obfuscation gibt, gibt es auch de-obfuscation.

Vll kannst du beides kombinieren.

Grüße
13.12.2011
Nicolai Schönberg 2,4k 2 9
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Schützen wie "kein Anderer darf den JavaScript Code lesen" geht IMHO nicht.

ABER:
Du kannst der Neugier stark entgegenwirken, sprich den Code unleserlich machen.
Tricks dazu gibt es einige, wobei das Einfachste wohl immer noch die gute alte Methode der Obfuskation (http://de.wikipedia.org/wiki/Obfuscator). Ein nur halbwegs begabter Scripter hat aber auch den Quelltext mitunter schnell wieder leserlich gemacht.

Um eine mehrfache Verschleierung kommt man da aus meiner Sicht nicht herum. Dies dient aber eher dem Zweck, dem potentiellen "Quellcodedieb" den Spaß an der Sache zu nehmen bzw. sein Aufwand-Nutzen-Verhältnis so zu stören, dass er es doch leiber gleich selbst scriptet.


PS.: Ich persönlich bin ja ein Fan der Variante, den JS-Code als Text Base64 codiert irgendwo abzulegen und per Eval() auszuführen :)
13.12.2011
Karill Endusa 1,5k 1 9
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Im Magazin von DR Web gibt es dazu ein guten Artikel.

Codieren und Verschlüsseln mit JavaScript

Manche Methode sind etwas naja, dennoch werden dort viele Ideen & Ansätze aufgezeigt.
13.12.2011
FX 437 1 9
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ACHTUNG, bin kein Anwalt und das hier ist auch keine juristische Beratung, sondern nur meine persönliche Meinung. Ich würde Dir raten, einen Fachanwalt zu kontaktieren und ein Verbindliche Auskunft einzuholen.

Abgesehen von den technischen Schwierigkeiten, beachte bitte folgendes:
Laut BGH, Urteil vom 04. 03. 2010 - III ZR 79/09 handelt sich bei der Websiteprogrammierung um ein Werkvertrag
Im "Webdesign-Vertrag" verpflichtet sich der Anbieter, für den Kunden eine individuelle Website zu erstellen. Ein solcher Vertrag dürfte - ebenso wie ein Vertrag über die Erstellung oder Bearbeitung einer speziellen, auf die Bedürfnisse des Auftraggebers abgestimmten Software (s. BGHZ 102, 135, 140 f; BGH, Urteile vom 15. Mai 1990 - X ZR 128/88 - NJW 1990, 3008, vom 3. November 1992 - X ZR 83/90 - NJW 1993, 1063, vom 9. Oktober 2001 - X ZR 58/00 - CR 2002, 93, 95 und vom 16. Dezember 2003 - X ZR 129/01 - NJW-RR 2004, 782, 783) - regelmäßig als Werkvertrag im Sinne der §§ 631 ff BGB, unter Umständen auch als Werklieferungsvertrag im Sinne von § 651 BGB, anzusehen sein (s. dazu etwa Busche aaO m.w.N.; Klett/Pohle aaO S. 201; Redeker aaO Rn. 980; Schneider, in: Handbuch des EDV-Rechts, 4. Aufl., Teil O Rz. 342 f = S. 2066; Schmidt, in: Spindler, Vertragsrecht der In-ternet-Provider, 2. Aufl., Teil VIII Rz. 4 = S. 659 ff; Cichon, Internet-Verträge, 2. Aufl., S. 117 ff; Härting, Internetrecht, 3. Aufl., Rn. 334 ff = S. 83 ff).

Mir sind Gerichtsurteile bekannt, bei denen die Entwickler bei einem Werkvertag zur Herausgabe des Quellcodes verdonnert wurden. Ich will damit nicht sagen, dass Du das auch machen musst (kenne Deine Verträge nicht), ich möchte Dich nur ein wenig für das Thema sensibilisieren.
Ehrlich gesagt, finde ich es schon mekwürdig wenn Du bei einer Individualentwicklung der Quellcode nicht übergeben wird. Was macht Dein Kunde wenn Du morgen den Lotto Jackpott knackst und Dich dann in die Karibik verziehst?
13.12.2011
Jaksa 4,0k 1 8
Zu dem Thema Quellcode weitergabe: Es gibt durchaus ein Unterschied zwischen "Ich geb dem Kunden mein Quellcode weil er ihn gekauft hat" und "Mein Kunde verkauft mein geistiges Eigentum weiter obwohl er es nur für sein Produkt einsetzen soll" - Ich stimme dir aber zu: Ein Fachanwalt ist sicher eine kluge Idee
Nicolai Schönberg 13.12.2011

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