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.NET C# Java Javascript Exception

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Für ein beliebtes Browsergame haben wir ein paar nützliche Tools in JavaScript geschrieben, welche das Spiel etwas unterstützt. Die Scripte wurden auf einer Webseite eingebunden.
Mit erschrecken mussten wir nun feststellen, dass sich ein paar "Entwickler" einfach unseren Ideen angenommen haben und teilweise 1zu1 die JavaScripte, Übersetzungen etc. kopiert haben.

Ich persönlich störe mich daran, dass ich noch nichtmal gefragt wurde ob ich damit Einverstanden bin.

Aus diesem Grund mal zwei Fragen an die Community um Ideen, Tipps & Tricks zu diesem Thema zu sammeln.

  • Bist du schon mal Opfer von "Contentklau" geworden?
  • Wie schützt du dich, bzw gehst du damit um?
  • News:
    23.03.2012
    FX 437 1 9
    3 Antworten
    5
    Aus meiner Sicht gibt es hier 2 Ansätze:

    1. technische Schutzmechanismen, wie Minify, Obfuscation und ähnliches.
    2. Wenn die Urheberrechtsverletzung zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, etwa wenn in den betreffenden Skripten noch eure Copyrights vorhanden sind, sollte der erste Schritt sein, den Zustand sofort zu protokollieren. Danach kann man zivilrechtliche Schritte überlegen, etwas eine Klage wegen Verletzung des Urheberrechts. Das hat allerdings nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn sich euer "Gegner" in Deutschland befindet. Hier ist es unerlässlich, sich fähigen Rechtsbeistand zu suchen. Im Idealfall kann man sich dann z.B. auf Lizenzgebühren einigen.

    Wenn es nicht um massgeblich geschäftsschädigende Dinge geht reicht vielleicht auch ein böser Brief, das liegt im eigenen Ermessen. Man muss sich eben gründlich überlegen, was das Ziel einer derartigen Aktion sein soll.
    23.03.2012
    puls200 3,8k 7
    1
    Als angestellter Entwickler interessiert mich viel mehr, dass das pekuniäre Verwertungsrecht automatisch beim Unternehmen liegt, weil der mit dem Arbeitsvertragsschluss automatisch eine ausschließliche Lizenz für alles erhält, was der Entwickler so entwickelt. Was mich nicht freut. Vergleiche z.B. hier:
    http://www.it-recht-kanzlei.de/Download%7CRechtsthemen%7CUrheberrecht%7C20070316_FAQ_zum_Thema_%22Urheberrechte_an_Computerprogrammen%22.txt.html

    Allerdings bin ich weniger am Geld interessiert, mich interessiert mehr die Anerkennung. Ich muss lohnarbeiten, und der Unternehmer muss Gewinn machen, zunehmend auch öffentliche Unternehmen. Mittelfristig wird der Kapitalwürgegriff wohl auch die letzten freien Bereiche der IT kaputtmachen, freie Software kann sich dann keiner mehr leisten. Darauf freue ich mich ganz und gar nicht.

    Diese nicht technische, sondern juristische oder (rechts)politische Diskussion gehört in die Lounge.
    23.03.2012
    mupan 575 1 8
    mupan 575 1 8
    Lt. FAQ muss eine Frage nicht technisch sein, sondern muss mit Programmieren zu tun haben, um hier gestellt werden zu dürfen. Trifft das nicht zu?
    puls200 23.03.2012
    Sie führt m.E. über das Thema Programmieren weit hinaus. Aber ... "dürfen"? Natürlich _darf_ das hier stehen; ich meine, ich hätte inhaltlich überzeugende Argumente dafür, dass diese Diskussion in der Lounge besser aufgehoben wäre.
    mupan 23.03.2012
    1
    it-recht-kanzlei.de verwendet tatsächlich dreimal | (ASCII 124 / x7C) in seinem Link. Die codekicker-Soft ist an der automatischen Linkgenerierung gescheitert; ich hab das händisch maskiert, jetzt geht's.
    mupan 23.03.2012
    In deinem Arbeitsvertrag wird ohnehin etwas stehen, was deine Ergebnisse automatisch an die Firma überträgt. Für "Erfindungen" gilt das im übrigen nicht, da muss dich dein Arbeitnehmer beteiligen, wenn er z.B. Patentschutz anmeldet.
    puls200 23.03.2012
    Wenn was im Arbeitsvertrag steht, gibt es wohl ohnehin nur das Urheberrecht wieder. – Wollen wir wirklich das Fass mit den Patenten und anderen gewerblichen Schutzrechten aufmachen? Softwarepatente gibt es in Deutschland formal nicht, die "IP-Lobby" arbeitet aber daran, EPA und DPMA unterlaufen nach Kräften das Gesetz, und nach der Wunschvorstellung der Lobbyisten gibt es für Schutzrechtstreitigkeiten bald nicht mal mehr ein (oberstes) Gericht, sondern nur noch die Ämter. Kurz: fraglich, was das der Gesellschaft, und fraglich, was das dem Urheber / "Erfinder" bringt, noch mehr als beim UrhR.
    mupan 25.03.2012
    "dein Arbeitnehmer" – hast du dich verschrieben? Oder hast du das absichtlich verdreht? Der Unternehmer nimmt meine Arbeit, du verwendest das Wort korrekt, absichtlich oder nicht. Korrekt, aber ungewöhnlich.
    mupan 25.03.2012
    Ich meinte Arbeitgeber sorry :)
    Software-Patente gibt es selbstverständlich auch bei uns! Die meisten werden allerdings auf europäischer Ebene beantragt, was ein kleiner Mehraufwand bedeutet, jedoch wesentlich breiteren Schutz liefert.
    puls200 26.03.2012
    @puls200: Du vereinfachst die Sache, betreibst Volksverdummung, natürlich verfolgst du dabei ein Interesse.
    "Selbstverständlich"!? Zum Glück noch nicht ganz. Zum Weiterlesen, für die, die ihr Hirn noch nicht ausgeschaltet haben: http://patinfo.ffii.org/
    mupan 26.03.2012
    Habe ich geschrieben, dass ich das gut finde? Kein Grund persönlich zu werden. Fakt ist nur dass die Patent-Auseinandersetzungen auch hier bereits Realität sind. Aber das führt jetzt wahrscheinlich schon weit an der Frage des OP vorbei..
    puls200 26.03.2012
    Hi puls200, von einer kritischen oder auch nur neutralen Haltung ist in deinem Kommentar leider nichts rübergekommen. Es klang alles nach Beifall. Tut mir Leid, dass wir uns missvertanden haben, in diesem Fall: selbst Schuld ;-) Ja natürlich, das geht weit dran vorbei. Deshalb wollte ich das Fass ja auch gar nicht aufmachen ;-) Letztlich ist aber beim UrhR wie bei den gewerblichen Schutzrechten die Frage: Wem dient das? Was hat der Programmierer, was haben kleine Unternehmen, was hat die Kundschaft, was hat die Gesellschaft vom aktuellen Recht, vorgeblich, und praktisch? Und was nicht?
    mupan 26.03.2012
    Ein kleines Unternehmen kann sich Patente auch nicht leisten. Die Beantragung ist ja noch das preiswerteste daran. Die Durchsetzung ist das, was richtig teuer wird. Ein Patent ist eben sinnlos, wenn es nur im Schrank gelagert wird. Und die Kritiker haben Recht, dass dabei das Ungleichgewicht zwischen sehr großen und kleinen/mittelständischen Unternehmen noch verschärft wird. Wir dürfen bei berechtigtem Protest nur nicht vergessen, dass deutsche Unternehmen internationale Konkurrenz haben (die das evtl. ganz anders sehen..). Das hat SAP in USA schon teuer zu spüren bekommen.
    puls200 26.03.2012
    http://de.selfhtml.org/navigation/faq.htm#quelltext_schuetzen stützt meine Sichtweise.
    mupan 27.03.2012
    1
    Mann kann es den leuten Schwieriger machen und mittels Compressor arbeiten wie [1], dazu noch den Code verschlüsseln [2] und mehr kann man nicht machen.

    Und ja, ich denke jeder Webentwickler hatte das Problem schon. Du kannst da nur ein Copyright Text einbauen und mehr nicht. Leider kenne ich keine Google Suchtags ala intext usw. um HTML Code zu suchen, dann könnte man danach suchen und die Leute anschreiben.

    Abmahnen wird nix, wir haben keine Softwarepatentierung in DE und das ist gut so. Copyright greift aber trotzdem, immerhin bist du und dein Team ja Urheber der Idee (Code) und kannst bestimmen was damit gemacht wird und was es kostet es zu lizensieren.

    Eine Sache mache ich wenn ich eine Webseite ausliefere immer: ich entferne alle \n umbrüche, dann muss ein Dieb einiges dransetzen hier an den Code zu kommen. Möglich ist es, aber er muss wissen was er macht :)

    Ist einfach so, was man Anzeigen lassen will kann man nicht schützen und damit auch nicht so verschlüsseln das es keiner mehr lesen kann. Aber Hürden kann man einbauen.

    1) http://developer.yahoo.com/yui/compressor/
    2) http://www.gaijin.at/olsjse.php
    26.03.2012
    Lord_Pinhead 778 1 8

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